7.10.2017: Germania Krefeld gegen KSV Simson Landgraaf

Krefeld muss bittere 15:17 Niederlage einstecken

Eine ganz unglückliche und unnötige Niederlage mussten die Germanen gegen den Holländischen Oberligaverein einstecken. Als Knackpunkt ist hierbei vor allem der 98 Kilokampf hervorzuheben, bei dem der Freistilkämpfer Alexander Wagner von dem Landgraafer Mick Bos geschultert wurde. Mit dieser Niederlage hatten wir im Leben nicht gerechnet, sie war so unglücklich und unverdient, aber nun mal passiert. Diese Kröte mussten die Krefelder schlucken.

So lagen die Krefelder nach einer desaströsen ersten Halbzeit schon 0:17 zurück! Hier war schon klar, dass gegen den übermächtig erscheinenden Gegner an diesen Abend wohl nichts mehr zu machen war. Die Frage war nur noch, wie hoch würde man unter die Räder kommen? Das noch eine so furiose Aufholjagd folgen sollte, damit hatten hier freilich keiner gerechnet.

Aber alles der Reihe nach. In der 57 Kiloklasse stellen die Krefelder an diesem Tag keinen Gegner, im Schwergewicht wird der Krefelder Nigel Weber geschultert. Einzigen Lichtblick der ersten Halbzeit liefert Jakub Marchlewski auf der Krefelder Seite. Er hat mit Alex Paulanyi einen sehr starken Gegner, der in dieser Saison fast alle seine Kämpfe gewonnen hatte. Umso mehr überrascht es, als Jakub in der 10 Sekunde Paulanyi um die Hüften greift und mit einen Überstürzer fliegen lässt! Ja, es geht doch, schon tobt die Halle. Jetzt seinen Gegner schultern, das wäre es! Aber leider Gottes kann sich der Holländer raus winden.
Was wir hier in dem weiteren Kampfverlauf sehen, ist ein Kampf auf Augenhöhe, bei dem sich beide nichts schenken. Mal führt Paulany, mal Jakub, spannender geht es nicht. Jakub führt 7:6, ist aber nicht abgebrüht genug, seine Überlegenheit über die Zeit zu retten. Leider verliert er hauchdünn 8:9 nach Punkten.

Na ja, das ist kein Beinbruch, ein Pünktchen verschenkt, das tut doch nicht so weh. Was aber dann weh tut, ist das, was wir dann zu sehen bekommen. Und das tut sehr weh, wenn ich mir jetzt das Video noch mal anschaue, kann ich nur noch in die nächstbeste Tischplatte beißen!

Es folgt der schon oben erwähnte Kampf von Alex Wagner gegen den Landgraafer Mick Bos. Hier läuft erst noch alles nach Plan. Alex greift die Beine des Holländers. Er befördert ihn in die gefährliche Lage und scheint ihn zu Schultern. Alles gut, wir feuern ihn an und freuen uns schon auf die vier Punkte, die das für unsere Mannschaft bringt. Aber zu früh gefreut. Denn jetzt überträgt der Holländer unseren Mann, der sich wohl schon zu sicher gefühlt hatte. Und jetzt ist plötzlich Alexander in der gefährlichen Lage. Nein, nein, nein, das darf doch nicht sein! Und jetzt passiert der Supergau des Ringens, Alex kann sich nicht mehr in die blaue Zone retten. Er wird, ich will es gar nicht mit ansehen, geschultert. Ich kann es nicht fassen, brülle in die nächstbeste Ecke der Halle. Verdammt, Verdammt Verdammt! Das ist die bittere Seite des Ringens, das ist, was das Ringen so besonders spannend macht. Aber das ist das, was ich heute überhaupt nicht haben will.

Auch bei dem nächsten Kampf wird der Krefelder Ben Haeffner geschultert. Aber das hatten wir erwartet, schließlich ist sein Gegner, George Ramm, Bronzemedaillengewinner der diesjährigen Junioren Weltmeisterschaften.

So steht es zur Pause 0:17 für Landgraaf. Christian Zuhr, der Wittener Schwergewichtsringer, der heute als Zuschauer zugegen ist, meint, dass so eine unglückliche Schulterniederlage von Alex Wagner ja nicht sooo bitter ist, weil Krefeld heute ja eh keine Chance gegen Landgraaf hat. Wenn man schon verliert dann kann man gleich ordentlich verlieren. Da gebe ich ihm recht. Doch wir beide werden kein Recht behalten.

Denn ab jetzt gewinnen nur noch die Krefelder. Und wie!

Der Gegner von Muammed Zakir Tan hat Übergewicht und gibt gleich auf. 4:17 für Landgraaf.

Dann kommt Ayoub Bolakhrif auf die Matte. Er hat heute mit Wesley Mulder auch wieder einen ganz schweren Gegner. Und hier meine ich mit „schwer“ nicht das Gewicht. Sondern die Klasse.

Ayoub ist heute nicht besonders gut aufgelegt. Er hat noch Wut im Bauch von seinem Kampf der Vorwoche, wo ihn der Kampfrichter seinen Kampf hat verlieren lassen. Ayoub will heute nicht spielen. Ayoub will vernichten. Gleich in den ersten Sekunden wird der Krefelder Hintermann und Mulder ist auf dem Boden. Und den wird der Landgraafer in diesem Kampf nicht mehr verlassen. Bolakhrif will seinen Gegner ausheben. Aber sein Gegner macht Beinarbeit. Und trotz Verwarnungen der Kampfrichters kann er es nicht lassen. Er fasst sogar mit seinen Armen die Beine von Ayoub. Er erhält Strafpunkte hierfür. Und das Spiel geht weiter, Bolakhrif will ausheben, Mulder hält das Bein dazwischen. Und jetzt wirft Ayoub dennoch, das sind Fünf Punkte, Technische Überlegenheit noch in der ersten Minute!

Jetzt steht es „nur“ noch 8:17 für Landgraaf, die Laune steigt bei den Krefeldern.

Einen ebenfalls sehr starken Gegner hat der Krefelder Philipp Haeffner. Sein Gegner Oleksandr Koval hat bisher die meisten seiner Kämpfe gewonnen, sogar den ehemaligen Bundesligaringer Nils Hausegger aus Herdecke konnte er bezwingen. Aber heute hat hier der Krefelder die Hose an, in der ersten Minute legt er ein beachtliches Tempo vor und führt bereits 5:0.

Und auch in der zweiten Halbzeit mach Haeffner alles richtig. Auch Beinangriffe des Gegners kämpft er bis auf letzte aus und kann kontern. In der fünften Minute hat es Philipp sogar in der Hand, Koval zu schultern. Leider kann sich dieser ins „Blaue“ retten. In der letzten Minute fallen die meisten Punkte, von Müdigkeit auf beiden Seiten keine Spur. Wir sehen hier einen offenen Schlagaustausch, bei dem beide Gegner Federn lassen müssen. Aber Haeffner lässt sich die Butter nicht vom Brot nehmen und gewinnt 15:11.

Jetzt steht es 10:17 für Landgraaf. Ist da heute etwa tatsächlich doch noch was drin für Krefeld?

Aber danach sieht es in dem folgenden Kampf anfangs erst mal nicht aus. Hier steht der Krefelder Julian Olbrich dem Landgraafer Lewis Mc Grath. Denn der Holländer übernimmt die Führung, nach dreieinhalb Minuten liegt Olbrich schon 0:6 zurück. Es ist ein hochklassige Kampf bei dem jeder Punkt verbissen ausgekämpft wird. Aber der Landgraafer ist immer ein Tick schneller, stärker, technisch raffinierter. Aber eben nur ein Tick.

Wir sehen unsere Felle wegschwimmen, da ist wohl nichts mehr drin. Doch dann wendet sich das Blatt. Bei einem Doppelbeinangriff erwischt Olbrich seinen Gegner kalt und katapultiert ihn in die gefährliche Lage. Ja was ist denn das? Julian wird jetzt wach. Jetzt ringt er viel selbstbewusster, er übernimmt die Initiative. Wie ausgetauscht sind jetzt die Rollen, Julian greift nur noch an. Sein Gegner ist verunsichert. Olbrich holt Punkt um Punkt auf, der Kampf kippt zugunsten des Krefelders. Er gewinnt seinen Kampf 8:6 nach Punkten.

Super gekämpft und gewonnen, aber für die Mannschaft hat es leider nicht gereicht, denn Landgraaf führt 11:17. Und es steht nur noch ein Kampf bevor.

Und diesen Kampf kann unser Dieter Tschierschke gegen Jeffrey Hanssen in der Tat technisch überlegen gewinnen! Somit mausert sich unser Freistil Spezialist klammheimlich zum zweitstärksten Kämpfer der Mannschaft hinter Ayoub Bolakhrif.

So sehr wir uns über diese fulminante Aufholjagd in der zweiten Halbzeit freuen, desto mehr kommt der Ärger auf, dass wir diese Begegnung heute hätten tatsächlich gewinnen können. Wäre nicht diese unselige Schulterniederlage in 98 Kilo vorgefallen. Es ist zum Haareraufen!

Landgraaf steigt somit auf den zweiten Tabellenplatz auf, Essen Dellwig hat durch den Sieg gegen Neuss seinen ersten Tabellenplatz gefestigt. Damit sieht Essen nach dem Herbstmeister aus, denn nächste Woche ist der letzte Kampf der Hinrunde. Krefeld bleibt mit ausgeglichenen Punktestand auf dem vierten Platz.

3.10.2017 Bonn Duisdorf gegen Germania Krefeld

klarer 11:28 Sieg von Krefeld

Schon auf der Waage konnte man aus Krefelder Sicht absehen: Das wird heute eine lösbare Aufgabe werden. Denn der Bonner Schwergewichtler Justin James läuft mit Armschlinge auf, er geht mit einem Sehnenabriss in der Schulter auf die Waage und der 75 Kilokämpfer Mohammad Nawid Amani ist dritter Ausländer der Duisdorfer Mannschaft, er würde also auch bei gewonnenen Kampf nicht für sein Team gewertet werden.

Auf der Matte läuft es dann im Leichtgewicht mit Mert-Fatih Simsek vorzüglich. Schon in den ersten zehn Sekunden erzielt er eine „Vier“ mit einem Doppelbeinangriff gegen seinen Gegner Omair Sayhan. Nach einer halben Minute ist gar Schluss mit lustig, denn Mert schultert seinen Gegner! Das fängt ja schon gut an, so kann es weitergehen.

Geht es auch, Justin James gibt gegen den Krefelder Tim Focken gleich auf.

Anders verteilt sind die Kräfteverhältnisse in der 61 Kiloklasse. Hier lässt der Bonner Goran Izadi dem Krefelder Jakub Marchlewski keine Chance. Noch in der ersten Halbzeit wird er geschultert.

In der 98 Kiloklasse bekommt auch Alexander Wagner ein Gastgeschenk. Sein Gegner gibt gleich auf.
So steht es schon 4:12 für Krefeld, ja kann da noch was anbrennen?

Aber Duisdorf hat noch einige Trümpfe in der Hinterhand, so hat der Krefelder Ben Haeffner mit Vasileios Tersenidis wieder einen ganz schweren Gegner. Er war gar griechischer Meister im Ringen, kämpfte jahrelang bei Bonn in der ersten Bundesliga. Wie stark er ist, kann man aus der Tatsache ermessen, dass er vor zwei Jahren gegen den Krefelder Spitzenringer Emil Gozalov technisch überlegen gewonnen hatte.

Heute rät Jochen Haeffner seinem Sohn Ben, lieber gleich den Arm zu heben und aufzugeben. Zumal Ben sich bei seinem letzten Kampf eine Schulterverletzung zugezogen hat. Aber wer Ben Haeffner kennt, der weiß, er gibt nicht auf. Er ist jung, er ist hungrig, er will es wissen. Und er weiß, er ist in aufsteigender Form.

In den ersten zwei Minuten beschnuppern sich die beiden Kämpfer erst mal. Dann fällt die erste Wertung: Vasileios wird Hintermann. Doch Haeffner lässt sich nicht schocken. Der nächste Beinangriff geht auf sein Konto. Und jetzt hat scheinbar der Bonner schon sein Pulver verschossen, denn jetzt greift nur noch Haeffner an. Er marschiert und marschiert. Vasileios bekommt seine Beine gar nicht mehr sortiert, denn ständig hängt ihm der junge Krefelder an den Schenkeln. Dann erwischt Haeffner in der Hintermannposition seinen Gegner mit der Beinschraube. Jetzt wird munter gedreht. Leider kann sich der Bonner nach einem Dreher in die blaue Zone retten.

Bis zur Pause steht es schon 3:8 für den Krefelder, wird Vasileios noch einmal gefährlich werden?

Und es ist unglaublich, wir können hier den Generationenwechsel der Ringerspitze live beiwohnen. Denn Haeffner deklassiert seinen Bundesligagegner wie einen Anfänger. Fast schultert er ihn noch. 4:18 gewinnt Ben technisch Überlegen! Wahnsinn, und das gegen solch einen Übergegner!
Ich möchte mich hier ja nicht in Erziehungsfragen einmischen aber, und jetzt sollten alle Eltern mal kurz wegschauen, manchmal ist es eben besser, wenn man nicht auf seinen Vater hört!

Es steht zur Pause 4:16 für die Krefelder, das sieht ja komfortabel aus, jetzt ist zumindest ein Unentschieden sicher. Gewinnen können die Bonner jetzt schon nicht mehr, da der 75 Kilokampf, wie oben schon erwähnt, an Krefeld gehen wird.

In der 86 Kilo Klasse kommt der Krefelder Waldemar Schäfer gegen Mansour Selamat unter die Räder. Er verliert technisch unterlegen.

Dann folgt mit dem Kampf in der 71 Kilo Griechisch Römisch Klasse wohl die Begegnung mit den stärksten Ringern der Liga. Aber unser Ayoub Bolakhrif ist heute angeschlagen, er hat eine Erkältung. Und er hat nicht nur Daniel Persch auf der Bonner Seite als Gegner. Er muss heute auch gegen den Kampfrichter antreten. Denn Ayoub zieht gleich zwei wunderschöne Überstürzer aus dem Stand. Das wären jeweils vier Punkte für unseren Mann, also ein ordentliches Polster. Aber wir trauen unseren Augen kaum, der Kampfrichter zeigt jeweils Beinarbeit an!

Jetzt läuft unser Mann einem Rückstand hinterher. Er liegt 8:1 zurück, kann aber 8 Punkte aufholen. Ayoub zieht seinen Gegner auf und lässt ihn passiv aussehen. Doch er hat heute noch einen dritten Gegenspieler. Das Duisdorfer Publikum! Das feuert jetzt frenetisch seinen Mann an. So wird tatsächlich nur Ayoub auf den Boden geschickt, obwohl er der eindeutig aktivere ist.
Zudem setzt ihm die Krankheit zu. In der fünften Minute ist er so ausgepumpt, dass Persch ihn mehrfach auf dem Boden ankippen kann. Jetzt müssen die Krefelder sogar noch fürchten, das Ayoub auf den „letzten Metern“ noch technisch unterlegen verliert. Was für eine Ungerechtigkeit, wo unser Mann schließlich überlegen war. Letztendlich verliert unser Mann 20:9 nach Punkten.

Einen ganz starken Kampf legt auch Phillipp Haeffner gegen den Bonner David Harth auf die Matte. Er überrennt regelrecht seinen Gegner. Einen Beinangriff folgt dem nächsten. Aber nur von Haeffner. Noch in der ersten Kampfhälfte erledigt er seinen Job. In der dritten Minute ist Harth technisch unterlegen besiegt. Mit einem so deutlichen Sieg hatten wir in dieser Klasse nicht gerechnet. Auch der ältere der Haeffner Brüder präsentiert sich hier in einer vorzüglichen Form.

In der 75 Kiloklasse im Freistil und im Griechisch Römisch setzen Rick Nürnberger und Dieter Tschierschke dem Kampfabend heute noch die Krone auf: Punktgenau wie die Synchronschwimmer schultern sie ihre Gegner nach exakt 1:27 Minuten nachdem sie zuvor genau dreimal Hintermann wurden.

Somit gewinnt hier Krefeld überraschend deutlich und steigt mit einer positiven Punktebilanz gar auf den vierten Platz in der Oberliga auf.

Die zweite Mannschaft von Krefeld gewinnt an diesem Tage gegen die Reserve von Bonn Duisdorf noch klarer mit 0:36. Damit sind die Krefelder Tabellenführer in der Bezirksliga.

Hervorzuheben ist hier vor allem der 66 Kilokampf von Hasan Rahaal. Die Begegnung muss hier wegen der Fehlleistung des Kampfrichters erwähnt werden. Denn drei eindeutige Aktionen von Hasan wurden hier nicht gewertet. So hebt der Krefelder seinen Gegner Siavash Davari aus und wirft ihn in die gefährliche Lage. Hier gibt es keine Punkte.

Später zieht Hasan eine Kopfschleuder: Wieder keine Wertung, obwohl Davari hierbei sogar kurz geschultert wird. Aus lauter Verzweiflung zieht Hasan die im Freistil sehr gefährliche Suplex: Und auch bei dieser Aktion verweigert der Kampfrichter die Punkte! Jetzt reicht es den Krefeldern, sie stürmen empört die Matte und beschweren sich, Hasan ist so sauer, er will gar nicht mehr kämpfen. Der völlig verunsicherte Kampfrichter wendet sich ans Kampfgericht. Und AHA, es geht doch, vier Punkte bekommt Hasan dann mal doch für die letzte Aktion.

Der für den Samstag, 30.9. angesetzte Oberligakampf gegen RG Oberforstbach/ Sparta Kelmis ist ausgefallen, da die Oberforstbacher keine Mannschaft zusammengestellt bekamen. Erst wurden Krefeld für diesen Ausfall zwei Punkte in der Liga Wertung zugesprochen. Diese wurden aber wieder abgezogen, als die Oberforstbacher Tage später ihre Mannschaft komplett aus dem Ligabetrieb abmeldeten. Schade, dumm gelaufen aus Krefelder Sicht.

23.9.2017 Germania Krefeld gegen TV Essen Dellwig

6:20 Klatsche gegen Essen

Bisher hat es gegen den Ruhrgebietsverein noch nie geklappt, zu gewinnen. Dass das Ergebnis heute aber so niederschmetternd ausfallen sollte, schmerzte schon.

In dieser Aufstellung der Essener kann in der Oberliga wohl kein Verein etwas ausrichten können. Schließlich hatten die Essener gleich 7 Kämpfer ihrer vorjährigen Bundesligaringer eingesetzt. Da war kein Krefelder Kraut gegen gewachsen.

Dabei fing der Kampf noch vielversprechend für die Gastgeber an.

Im Leichtgewicht verliert der Krefelder Mert-Fatih Simsek gegen den Cristian-Vasile Vagiunic. Hier hat es der rumänische Nationalringer auf der Essener Seite gar nicht nötig, Freistil zu ringen. Er zieht bei Mert acht Kopfrollen zur technischen Überlegenheit.

Im Schwergewicht zieht der Krefelder Tim Focken gleich in den ersten Sekunden einen Kopfhüftzug! Na, es geht doch, die Essener sind auch nur Menschen. Die weiteren Minuten sehen wir einen typischen Schwergewichtskampf mit wenig Aktionen, aber Focken kann seinen knappen Punktevorsprung halten.

Sensationell dann der Kampf in der 61 Kiloklasse. Hier steht der jugendliche Jakub Marchlewski dem bärenstarken Bundesligaringer Kevin Schoska von Essen gegenüber. Der Essener hatte bisher jeden Kampf gegen die Krefelder Gegner gewinnen können, sogar gegen unseren Spitzenkämpfer Emil Gozalov konnte Schoska im Vorjahr zweimal gewinnen. So sehen wir wenig Hoffnung für unseren Nachwuchsmann, aber wir lassen uns gerne überraschen. Und das tut er dann, denn er lässt nichts anbrennen in seinem Kampf, sieht sehr aktiv aus und gibt auch im Bodenkampf keine Punkte ab. Dann kurz vor der Pause muss Schoska in die Bodenlage. Und hier vollbringt Jakub das nicht für Möglich gehaltene: Er hebt seinen Essener Gegner aus der Bodenlage aus und wirf ihn schulmäßig in die gefährliche Lage! Keine Frage, die Krefelder Fans sind hier ganz aus dem Häuschen, das hatte hier keiner auf dem Plan, ja darf der dass? Ja, das darf der Jakub, er bekommt sogar satte fünf Punkte für diesen vorzüglichen Wurf.

Aber wird er diesen Vorsprung über die Zeit retten können?

Schoska rennt dem Rückstand verzweifelt hinterher, er versucht alles, um aufzuholen. Hier fällt ihm aber gegen einen bärenstark sich wehrenden Marchlewski nicht besonders viel ein. Er schafft es ein paarmal, Jakub aus die Zone zu schieben und auch einmal durchzudrehen. Die Fans geben ihr Bestes, ihn ihren Mann zum Sieg zu brüllen.

In der fünften Minute kann der Krefelder seinen Gegner in der Bodenlage sogar einmal ankippen:
Jetzt steht es 8:4 für Jakub, ich kann es gar nicht glauben, es sieht nach einem Sieg für unseren Mann aus! In der letzten Minute kann Schoska noch dreimal seinen Gegner aus die Matte drängen, aber das reicht nicht mehr um den Kampf zu kippen. Dann ist die Sensation perfekt: 8:7 Punktesieg für den Krefelder! Die Krefelder Fans sind euphorisiert, ist da heute gar was drin für die Mannschaft?

Die Fans werden aber wieder schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Michael Rips gibt seinen Kampf gleich auf. Und dann gerät der Krefelder Ben Häffner gegen Ramzan Awtaew unter die Räder. Ben wird gleich in der ersten Minute mit vier Beinschrauben in Folge erwischt. Obwohl er auch gute Beinangriffe ausführt, fehlt immer noch ein Quäntchen, um Punkte daraus zu erzielen. So verliert er technisch unterlegen gegen den fünftplatzierten der Junioren Weltmeisterschaften. Also ist diese Niederlage keine Schande. Aber insgeheim hatte ich auch hier auf eine Überraschung gehofft, für die der junge Krefelder, der sich in blendender Form befindet, immer gut ist. Leider hat es heute noch nicht gereicht.
Jetzt liegt die Krefelder Mannschaft zur Pause 2:12 zurück.

Im 86 Kilo Klasse Griechisch Römisch steht Waldemar Schäfer für Krefeld dem Essener Wladislaus Eirich gegenüber. Hier hatten wir eigentlich einen Sieg auf den Plan. Schließlich hat Eirich noch in der Verbandsliga für Rheinhausen gekämpft. Damals hatte er gegen Sohayb Musa für Krefeld noch deutlich verloren.

Aber der junge Neu-Essener hat sich enorm entwickelt. Er kämpft in jeden Belagern überlegen. Er lässt Schäfer im Zwiegriff passiv aussehen und kann sogar einen Überstürzer ziehen. Am Ende kann Schäfer noch froh sein, dass die 4:12 Punkteniederlage nicht noch höher ausgefallen ist.

Der nächste Kampf in der 71 Kiloklasse verspricht ein Leckerbissen zu werden. Hier stehen sich die wohl beiden stärksten Griechisch Römisch Kampfer der Liga in dieser Gewichtsklasse gegenüber: Ayoub Bolakhrif für Krefeld gegen Alex Winke. Beide haben bisher alle ihre Kämpfe technisch überlegen oder auf Schulter gewonnen. In den bisherigen Begegnungen hatte der Essener immer die Oberhand behalten. Doch Ayoub ist inzwischen körperlich herangereift in bestechender Form.

Bei dem Kampf geht es gleich zur Sache, Winke setzt einen Kopfhüftzug an, Bolakhrif fängt ihn ab, setzt zum Überstürzer an und wird Hintermann. Zwei Punkte nach zehn Sekunden. Jetzt werden die Krefelder Fans wieder wach, es wird laut in der Halle. Ayoub versucht, Winke in der Bodenlage auszuheben, aber der Essener sperrt mit den Beinen. Jeder Versuch, einen Armdrehgriff oder Kopfhüftzug anzuwenden, tropft von Ayoub ab. Er lässt Winke aussehen wie einen verzweifelten Anfänger. Die Krefelder wittern Morgenluft und brüllen aus allen Rohren. Liegt hier gleich die nächste Sensation in der Luft? Und tatsächlich, aus dem Zwiegriff zieht Bolakhrif den Überstürzer. Jetzt liegt Winke gar in der gefährlichen Lage. Und nach nicht mal mehr einer Minute weiß man in Krefeld, wer in der Oberliga das sagen hat in dieser Gewichtsklasse: Denn jetzt vollstreckt Ayoub und schultert seinen Gegner! Wahnsinn, Wahnsinn, Wahnsinn!

Jetzt steht es 6:15 für die Essener. Leider verlieren Philipp Häffner, Julian Olbrich und Dieter Tschierschke die letzten drei Kämpfe knapp nach Punkten.

Auch wenn heute der Mannschaftskampf sehr deutlich verlorengeht, wir haben unseren Spaß gehabt und unsere Helden gefeiert. Und es hat sich nicht nach der totalen Demütigung angefühlt, schließlich haben wir drei Kämpfe gewonnen, von denen zwei gar nicht so erwartet waren.

Essen steigt heute auf die Tabellenspitze, weil Herdecke an diesem Kampftag verloren hatte, Krefeld steht mit einem ausgeglichenen Punktekonto auf dem 6 Platz.

Die zweite Mannschaft hat ihren Kampf gegen die Reserve von Walheim 56:0 gewonnen, weil die Aachener Mannschaft an diesem Tage erst gar nicht angereist kam. Somit steht Germania Krefeld II auf dem ersten Tabellenplatz der Bezirksliga.

Erste Oberliga-Niederlage: 14:21 gegen KSV Hohenlimburg / Umstrittene Entscheidungen an der Waage

9.9.17: Schon an der Waage war die Heimbegegnung gegen den KSV Hohenlimburg eigentlich entschieden: Gleich zwei Krefelder Kämpfer durften wegen einer Hautveränderung ihren Kampf nicht antreten. Kampfrichter und gegnerischer Trainer sahen es jeweils als Hautpilz an –  eine Meinung, die Krefelds Trainer Georg Focken nicht teilt (siehe Video-Interview am Ende des Beitrages).

TAmers Rötungatsächlich hatte sich Schwergewichtler Tim Focken am Mittag vor dem Kampf lediglich Druckstellen durch Treffer beim Paintballspielen zugezogen. 61 Kilo-Mann Amer Bolakhrif hatte eine Schürfung beim Taining oder Aufwärmen erlitten, die so unbedeutend war, dass er sie selber gar nicht bemerkt hatte (siehe Foto). Als die Hautrötung am Rücken beim Wiegen bemerkt wurde, war es für Krefeld zu spät, um den fast gleichstarken Ersatzkämpfer Jakub Marchlewski zu nominieren.

So verlief die erste Halbzeit des Mannschaftskampfes aus Krefelder Sicht sehr deprimierend. Nach der erzwungenen Aufgabeniederlage von Amer Bolakhrif, den technisch unterlegenen Niederlagen von Tim Focken Ersatzmann Nigel Weber und Mert-Fatih Simsek sowie der Punkteniederlage von Manfred Grothe liegt Krefeld schon 0:15 zurück. Das muss man kein Fachmann sein, um die verzweifelte Lage der Heimatmannschaft zu erkennen.

Dann kommt das erste Highlight aus Krefelder Sicht in der 66 Kiloklasse mit Ben Haeffner gegen Sultan Hussein Sulimani auf der Seite der Hohenlimburger. Mit dem Hohenlimburger hat der Krefelder Jugendliche heute einen ganz harten Brocken als Gegner. Denn Sulimani hat in seinem ersten Kampf gegen Essen Dellwig gegen den fünftplatzierten der Junioren-Weltmeisterschaft Ramzan Awtaew nur hauchdünn 6:7 nach Punkten verloren. Wird der erst 15 jährige Krefelder gegen diesen Spitzenmann bestehen können?
Und tatsächlich, Sulimani macht bei einem Beinangriff die ersten zwei Punkte, Haeffner kann aber zum Ausgleich kontern. Dann geht alles ganz schnell, die Punkte fallen jetzt im Sekundentakt. Doch leider für den Hohenlimburger, der blitzschnell eine Aktion nach der nächsten ausführt. Es steht schon 2:7 für den Hohenlimburger: Kommt Ben jetzt unter die Räder? Aber wer den Krefelder kennt, der weiß, das er zu keiner Zeit aufsteckt. Und jetzt greift Ben an. Gleich zweimal in Folge kann er einen Doppelbeinangriff erfolgreich durchführen. Sulimani liegt nur noch einen Punkt vorn. Jetzt kocht die Halle, die Fans wittern die Sensation. Es geht weiter in diesem schwindelerregenden Tempo, die Punkte purzeln auf beiden Seiten. Ein Kampf auf Augenhöhe.
Nach der Pause führt Ben sogar 14:12. Dann fängt ihn Sulimani ab und befördert Ben in die gefährliche Lage. Jetzt sieht es gar nicht gut aus für unseren Mann. Aber Ben windet sich in der Brücke. Und obwohl der Hohenlimburger ihn den Arm hebelt wie ein MMA Kämpfer und ihn fast auskugelt, kann sich der Krefelder mit letzter Anstrengung befreien!
Was für eine Dramatik. Sulimani führt am Ende der fünften Minute wieder mit zwei Punkten. Ben will den Sieg und greift noch mal an. Er könnte es noch kippen. Doch dieses Mal geht es nicht so gut aus wie in der letzten Woche. Am Ende heißt es 0:2 für die Mannschaftswertung. Eine knappe Punktniederlage gegen einen Spitzenmann – gefühlt ist das wie ein Sieg.

Nach dem nächsten Kampf, bei dem der Krefelder Vitali Jeschke technisch unterlegen verliert, ist der Mannschaftskampf für Krefeld schon gelaufen. Es steht 21:0 für die Hohenlimburger, jetzt können wir auch rein rechnerisch schon nicht mehr gewinnen. Kommen die Krefelder jetzt vollends unter die Räder?
Stark kämpft heute auch wieder Ayoub Bolakhrif in der 71 Kilo Klasse. In nur einer Minute schlägt er Timo Golz technisch Überlegen. Hier ist unser Mann am Boden nicht zu bremsen, er hebt Golz mehrfach aus und lässt ihn fliegen.

Phillipp Haeffner hat ebenso wie sein Bruder Ben mit Ibraim Mandev einen sehr starken Gegner in seinem 80 Kilo Kampf. Wie stark Mandev ist, kann man daran ablesen, dass er in seiner ersten Oberligabegegnung sogar den Essener Bundesligakämpfer und Weltmeisterschaftsteilnehmer Beslan Abuev nach Punkten geschlagen hat.
Aber auch der große Haeffner kämpft heute wie entfesselt, er geht gleich in Führung. Mandev kann aufschließen. Aber dann gibt nur noch der Krefelder den Ton an. Er fegt Mandev geradezu von der Matte. Der Hohenlimburger kommt gar nicht mehr zum Zuge, er kann nur noch tatenlos zusehen, wie die Punkte für Phillipp fallen. Und dann, nach zwei Minuten, kann Haeffner seinen Gegner bei einem Doppelbeinangriff abfangen und in die gefährliche Lage befördern. Jetzt geht alles so schnell, das Publikum kommt mit dem Jubeln gar nicht mehr nach. Philipp drückt seinen Gegner mit dem Gesäß nieder – und hat Glück. Für den Bruchteil einer Sekunde liegt Mandev auf der Schulter. Unglaublich! Mit diesem Schultersieg hatten wir nicht gerechnet. Die Form unseres Mittelgewichtlers wird von Kampftag zu Kampftag immer besser.

Die nächsten vier Punkte fallen auch der Krefelder Mannschaft zu, denn Julian Olbrich hat keinen Gegner. Auch den letzten Kampf kann Krefeld für sich entscheiden. Dieter Tschierschke bleibt damit in dieser Saison in 75 Kilo ungeschlagen – und das, obwohl er als Freistiler in Griechisch Römisch eingesetzt wird. Hier schlägt er sich erstaunlich gut. Es sind keine spektakulären Techniken, die man bei ihm sieht, aber solide Handwerksarbeit, die sehr dienlich für die Mannschaft ist. Er gewinnt letztendlich 7:0 nach Wertungspunkten.

Auch wenn das Endergebnis von 14:21 recht deutlich aussieht, hätte Krefeld doch bei einem 4- Punkte-Sieg des nach Meinung der Germanen zu Unrecht am Kampf gehinderten 61 Kilo Manns Amer Bolakhrif den Mannschaftskampf gewonnen. Auch Tim Focken hätte es in 130 Kilo sicher seinem Hohenlimburger Kontrahenten schwerer gemacht als Ersatzmann Nigel Weber. Schwer wurde es für die Mannschaft heute aber auch, weil Alex Wagner, Waldemar Schäfer und Muhamed Tan zur Zeit in Urlaub sind. Angesichts dieser widrigen Umständen hat sich das Team hervorragend geschlagen.

Die zweite Mannschaft gewann im Vorfeld ihren ersten Kampf in der Bezirksliga deutlich mit 40:15 gegen TKV Hückelhoven. Die Krefelder Reserve ist sehr stark aufgestellt, ich würde sagen, heute sogar auf Verbandsliganiveau. Besonders aufgefallen ist hier Hasan Rahaal in der 66 Kiloklasse, der seine Gegner auf eleganteste Art und Weise besiegte. Seinen ersten Einsatz hatte Hossein Hedjabi Tschini Balagh für Krefeld, der den deutschen Jugenmeister Dennis Briske technisch überlegen schlagen konnte.

Krefelds Trainer Georg Focken hadert im Interview nach dem Duell gegen Hohenlimburg mit den Entscheidungen des Kampfrichters an der Waage, durch die gleich zwei Germanen nicht auf die Matte gelassen wurden, lobt aber die bisherigen Leistungen seines Teams in dieser Saison.

Oberligateam mit Traumstart: Zwei Siege zum Saisonauftakt!

Damit hatte keiner gerechnet: Germania Krefeld, Aufsteiger in die Ringer-Oberliga NRW, steht nach den ersten zwei Kampftagen ungeschlagen auf dem zweiten Tabellenplatz. Dass mit der TSG Herdecke im Heimkampf zum Auftakt (19:15) und jetzt Samstag Konkordia Neuss auswärts (14:12) die beiden Erstplatzierten der Vorsaison geschlagen wurden, macht die Sache noch sensationeller. Krefelds Team besteht nur aus Eigengewächsen und ist das Jüngste der Liga. Zudem fehlt mit Emil Gozalev, der die gesamte Hinrunde gesperrt ist, derzeit einer der erfolgreichsten Ringer der vergangenen Saison – und Sohayb Musa, der Punktegarant der letzten Jahre, hat den Verein Richtung Zweite Liga verlassen.
Doch wieder einmal zahlt sich die hervorragende Nachwuchsarbeit des KSV aus. Die Jugendlichen Nigel Weber (Schultersieg gegen Herdecke), Jakub Marchlewski und Mert-Fatih Simsek (technisch überlegener Sieg in Neuss gegen den Deutschen B-Jugend-Meister Ibrahim Deziev) kommen in der rauhen Oberligaluft bislang hervorragend zurecht – und dem gerade einmal 15-jährige Ben Haeffner gelang in Neuss sogar ein Sieg gegen den bärenstarken ehemaligen Erstligaringer Anatolij Efremov.
Von den erfahreneren Krefeldern haben Alexander Wagner, Ayoub Bolakhrif, Julian Olbrich und Dieter Tschierschke bislang noch eine weiße Weste. Ob das auch am Samstagabend nach dem nächsten Heimkampf noch so ist? Germania trifft dann um 19:30 Uhr auf den KSV Hohenlimburg, der mit einer Niederlage gegen Essen-Dellwig in die Saison gestartet ist. Eine große Zuschauerkulisse haben sich unsere Krefelder Jungs redlich verdient.

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Aline Focken ist Vizeweltmeisterin 2017

Wieder ein großartiger Erfolg für die Krefelder Ringerin Aline Focken vom KSV Germania Krefeld. Ende August wurde sie Vizeweltmeisterin in der Klasse bis 69 Kg. Trotz einer Verletzung, die sie in der Vorbereitung behindert hatte, war sie auf den Tag topfit und ging in Paris sehr konzentriert auf die Matte. Nach Siegen gegen Danute Dominikaityte, Elmira Sysdykowa, Nasanburmaa Ochirbat und in letzter Sekunde gegen  Han Yue traf sie im Finale auf Sara Dosho. Es war die Neuauflage des WM-Finales von 2014, in dem Focken die Japanerin geschlagen hatte.  In diesem Jahr drehte Dosho den Spieß um und siegte mit 3:0 nach Punkten. Die Krefelderin war mit dem Vize-WM-Titel dennoch mehr als zufrieden, denn damit hatte sie im Vorfeld selbst nicht gerechnet.

 

Saisoneröffnung 26. August ab 13 Uhr

Am 26. August ist es so weit: In und rund um die Sporthalle Steinstraße steigt ab 13 Uhr die große Saisoneröffnungspart mit Hüpfburg, Torwand, Grillspezialitäten, Waffeln und Getränken. Höhepunkt ist dann der erste Saisonkampf in der Oberliga NRW gegen Herdecke.

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Aline bleibt Germania Krefeld treu – trotz Zweitwohnsitz im Schwarzwald

Nicht alles, was in der Zeitung steht, stimmt. Aline Focken dementiert den Inhalt des heutigen Beitrages aus der Rheinischen Post auf Facebook mit diesen Worten: „Kurze und eindeutige Klarstellung: Ich verlasse NICHT die Seidenstadt! Es ist richtig, dass ich einen Zweitwohnsitz in Triberg (nicht in Freiburg) angemeldet habe und ab sofort auch dort wochenweise trainiere.
ABER ich bleibe zu 100% meinem Heimatverein dem KSV Germania Krefeld 1891 e.V., meinem Landesverband Ringerverband Nordrhein-Westfalen, meinen Bundesstützpunkt Dormagen und meinem Olympiastützpunkt Rheinland treu!
Unter keinen Umständen werde ich wechseln und ziehe es auch keineswegs in Erwägung. Ich trainiere an beiden Orten und profitiere auch davon, gehöre aber weiterhin fest in mein NRW-Team und bin dort und in meinem Verein auch sehr glücklich!
Leider sind falsche Informationen an die Öffentlichkeit gelangt, worüber ich mich schon sehr ärgere!“

Artikel aus der Rheinischen Post Krefeld vom 09.08.2017: Aline Focken verlässt die Seidenstadt

Aline Focken siegt beim Großen Preis von Polen

Am Freitag 7.7.2017 hat Aline Focken ihrer imposanten Medaillensammlung eine weitere „Goldene“ beigefügt. Bei den „Poland Open“ in Warschau gewann sie in der 69-Kilo-Klasse. Im Viertelfinale schulterte sie Popescu aus Rumänien. Auch im Halbfinale gewann sie vorzeitig 10:0 nach Punkten gegen die Ukrainerin Belinska. Im Finale gegen Mamashuk, die weißrussische Vize-Europameisterin der 63kg-Klasse, bog sie einen frühen 0:1 Rückstand in einen letztlich ungefährdeten 4:1 Punktsieg um.
Das Turnier dient traditionell vielen Ländern als letzter Härtetest vor den im August stattfindenden Weltmeisterschaften, somit sind die Poland Open immer sehr stark besetzt.

Aline Focken: Deutscher Meistertitel in der obersten Gewichtsklasse

Bei der Deutschen Ringer-Meisterschaft der Frauen am Wochenende in Bruchsal hat Aline Focken vom KSV Germania Krefeld in der Gewichtsklasse bis 75 Kilo den ersten Platz belegt. Es ist bereits ihr achter nationaler Meistertitel im Seniorenbereich, allerdings der erste im schwersten Limit, denn in den drei Jahren zuvor war sie in 69 Kilo an den Start gegangen. Im Finale besiegte die Krefelderin in einem packenden Kampf Titelverteidigerin Maria Selmaier vom KSC Motor Jena. Vor rund 500 begeisterten Ringsportfans entschied sie erst in der Schlussminute das Duell der beiden Olympiateilnhmerinnen von Rio für sich. (ML)

Amer Bolakhrif Platz 4 bei Deutscher Meisterschaft

Amer Bolakhrif belegte am Wochenende einen ausgezeichneten vierten Platz bei der Deutschen Meisterschaft der A-Jugend im griechisch-römischen Stil. Im starken Feld der insgesamt 28 Teilnehmer im Limit bis 58 Kg erzielte der Ringer des KSV Germania Krefeld fünf Siege nacheinander, darunter Schultersiege gegen die späteren Sechst- und Siebtplatzierten. Äußerst eng ging es im Kampf um den Einzug ins Finale zu. Bolakhrif, der in der vergangenen Saison auch schon in Germanias erster Mannschaft entscheidend zum Aufstieg in die Oberliga beigetragen hatte, erreichte nach technischen Punkten ein 2:2 Unentschieden, das aber als Niederlage gewertet wurde. Im kleinen Finale unterlag er dem Neusser Samuel Bellscheidt dann technisch unterlegen.
Unterdessen dominierte Aline Focken beim internationalen Ringerturnier „Dan Kolov“ in Bulgarien ihre Gewichtsklasse und holte Gold.

Bei den Deutschen A-Jugendmeisterschaftem im Freistil wurden die Krefelder Teilnehmer Ben Haeffner 18. (in 63 Kg) und Mert-Fatih Simsek 20. (in 58 Kg).

Germania ist Verbandsligameister!

Der KSV Germania Krefeld ist mit 30:6 Punkten und damit zwei Punkten Vorsprung vor dem TV Essen-Dellwig II und dem KSV Jahn Marten Verbandsligameister und als Aufsteiger wieder für die Oberliga qualifiziert – ein Jahr nach dem freiwilligen Rückzug aus dieser dritthöchsten Liga in Deutschland. Gleichzeitig beendete die neuformierte zweite Mannschaft die Bezirksligasaison mit einem hervorragenden zweiten Platz. „Mehr hätten wir uns im Jubiläumsjahr nicht wünschen können“, betonte ein überglücklicher Georg Focken, Cheftrainer und Vorsitzender des Krefelder Traiditonsvereins, der in diesem Jahr sein 125-jähriges Bestehen feiert. Ob Germania nun tatsächlich im nächsten Jahr wieder in der Oberliga antritt oder freiwillig noch einmal in der Verbandsliga bleibt, will Focken der Mannschaft selbst überlassen: „Die Jungs haben sich den Auftritt sportlich verdient. Sie dürfen das allein entscheiden. Ehrgeizig wie sie sind, gehe ich mal davon aus, dass wir in der kommenden Saison wieder Oberligist sein werden“.

Ungläubiges Staunen

Der Auswärtskampf beim TuS Bönen am Samstag war gerade zu Ende gegangen, als Focken einen Anruf bekam, bei dem ihm die Kinnlade nach unten klappte. Gerade hatte seine durch diverse grippale Infekte geschwächte Mannschaft im letzten Verbandsligakampf sicher mit 24:14 gewonnen und damit ihre Hausaufgaben erledigt. Doch jedem der Ringer war eigentlich klar, dass das nicht zur Meisterschaft reichen würde, weil der bis dahin punktgleiche Tabellenführer Essen-Dellwig II (der zudem beide direkten Duelle gegen Krefeld für sich entschieden hatte) beim Tabellenachten VfK Lünen-Süd haushoher Favorit war und nichts anbrennen lassen würde. Daher glaubte Focken, als er am Telefon von der 18:19 Niederlage der Essener hörte, tatsächlich zunächst an einen Scherz. Erst als das Ergebnis wenige Minuten später vom Ringerverband NRW bestätigt wurde, kannte der Jubel unter den Krefelder Ringern keine Grenzen mehr und die von irgendwo herbeigezauberte Sektflasche kreiste im Überschwang zwischen den ekstatisch herumspringenden Leibern.

Furioses Saisonfinale

Zu Feiern gab es neben der unverhofften Meisterschaft gleich fünf Schultersiege in Bönen durch Nigel Weber, Emil Gozalov, Dieter Tschierschke jr., Sohayb Musa und Ayoub Bolakhrif, der nach rund einjähriger Verletzungspause im letzten Saisonkampf sein erfolgreiches Comeback in der ersten Mannschaft feierte – und dann noch in der „falschen“ Stilart. Denn die Verantwortlichen hatten tatsächlich bei der Benennung der Kämpfer ihn und Julian Olbrich verwechselt, was Ayoub aber nur mit einem „Dann sieg ich halt im Freistil“ kommentierte und eindrucksvoll umsetzte. Vier weitere Punkte kamen hinzu, weil der Gegner von Hasan Rahaal seinen Kampf aufgab. Auf Krefelder Seite gaben Ben Haeffner und Julian Olbrich ebenfalls direkt auf. Beide hätten mit ihrem grippalen Infekt nicht ringen können. Nur Amer Bolakhrif handelte sich eine unglückliche Schulterniederlage ein. Den Mannschaftskampf vorzeitig schon vor den abschließenden 75-Kilo-Kämpfen entschieden hatte Muammed Zakir Tan, der gegen den starken Lukas Korte (13 Siasonsiege) in 80 Kilo griechisch-römisch nur mit 0:2 nach Punkten verlor. Wieder einmal zeigte sich, dass auch verlorene Kämpfe den Sieg bringen können…

Katastrophe für Essen

Doch vergoldet wurde dieser Sieg erst durch die Essener Pleite. „Die haben sich offensichtlich verzockt“, konnte sich Focken ein Grinsen nicht verkneifen. Tatsächlich verzichtete Essens zweite Mannschaft auf den Einsatz einiger teurer Stars aus dem Zweitligateam. Nur fünf Kämpfer waren dabei, die auch bei den Kämpfen gegen Krefeld und die anderen Spitzenklubs der Verbandsliga auf der Matte standen. Und doch hätte es für Essen gereicht, wenn ihr Punktegarant Ekrem Gülönü (14 Saisonsiege) den Lünener Ulrich Obst (12 Siege, 5 Niederlagen) mit 4:0 geschlagen hätte. So war vielleicht der Masterplan. Am Ende kam aber nur ein 2:0 Sieg heraus. Hatten die Essener sich womöglich vom hohen 29:8 Sieg der Germanen über Lünen blenden lassen und den Gegner unterschätzt? Klar ist: Abschenken wollte Essen die Meisterschaft keinerfalls.

Fantastische Saisonbilanz muss gefeiert werden

„Jetzt müssen wir uns spontan noch etwas einfallen lassen für die Meisterfeier“, sagte Focken. Diese soll separat zum bereits geplanten Neujahrsfest stattfinden. Details stünden aber noch nicht fest.
Die Saisonanalyse indes ist schon fertig: Erfolgreichster Mannschaftsringer ist Sohayb Musa, der alle seine 18 Saisonkämpfe gewinnen konnte – mit einer Effizienz von unbglaublichen 99 Prozent! 61-Kilo-Mann Emil Gozalov kann stolz sein auf 16 Saisonsiege. Amer Bolakhrif aus der Germania-Jugend ist mit 14 Siegen im Leichtgewicht die Entdeckung des Jahres.

Mehr Siege als Niederlagen in der Verbandsliga weisen auch die Kampfbilanzen von Dieter Tschierschke jr., Nigel Weber, Muammed Zakir Tan, Julian Olbrich, Hasan Rahaal (Respekt, nach dem miserablen Saisonstart mit sechs Niederlagen), Philipp Haeffner, Rick Nürnberger und Waldemar Schäfer auf.

Mehr als beachtlich schlug sich auch das Bezirksligateam, dass mit 14:10 Punkten am Ende hinter Meister AC Ückerath mit sieben Punkten Rückstand Zweiter wurde. Eine positive Kampfbilanz weisen hier gleich elf Germanen auf: David von Cappeln, Ben Haeffner, Nigel Weber, Ayoub Bolakhrif, Jakub Marchlewski, Mert-Fatih Simsek, Muhammed Alkan, Dieter Tschierschke jr., Anton Sattler, Eniz Yagan und Hasan Rahaal. Gratulation!

Bericht: Michael A. Laumen, Pressebeauftragter

Danke

Wir möchten auf diesem Wege allen, die zum Gelingen unseres 125-jährigen Jubiläums beigetragen haben, danken.

Ein besonderer Dank für die erstklassige Unterstützung geht an Herrn Oberbürgermeister Frank Meier, den Stadtsportbund Krefeld, die Sparkasse Krefeld, die Wohnstätte Krefeld, die Brauerei Königshof, den Deutschen Ringerbund und natürlich an alle Mitglieder, Freunde und Förderer des KSV Germania Krefeld 1891 e.V.

Danke.

Deutsche Mannschaftsmeisterschaft der Frauen 2016

Dies sind die Meldelisten der teilnehmenden Landesverbände:

Frauenmannschaft Südbaden

Kitiratschky Carolin, SV Triberg

Köpfer Lea, WKG Weitenau-Wieslet

Meier Lea, WKG Weitenau-Wieslet

Burger Janica, RG Waldkirch-Kollnau

Meier Johanna, RG Waldkirch-Kollnau

Wendle Annika, ASV Altenheim

Brugger Elena, TuS Adelhausen

Pfaff Rosalie, SV Triberg

Riesterer Kim, RKG Freiburg 2000

Mester Sarah, KSV Rheinfelden

Frauenmannschaft Berlin

Lena Bellmann

Aniela Karczmitowicz

Sophia Röhl/ Alina Tischer

Olivia Andrich/ Franziska Horneburg

Sara Günther

Sylvia Nagel

Clara Wurth

Franziska Berger

Melanie Ritter

Frauenmannschaft Bayern

Kurth, Berenike, SC Isaria Unterföhring

Zellner, Tina, SC Anger

Loidold, Selina, TSV Kottern

Przybylak, Adelheid, AC Regensburg

Baumgartner, Katharina, SC Anger

Jaugsch, Isabel, TSV Diedorf

Wuchterl, Maria, SV Wacker Burghausen

Wiederhold, Sabrina, TSV Kottern

Grasruck, Andrea, ASV Neumarkt/Opf.

Amann, Nicole, SC Anger

Frauenmannschaft Hessen

Busko-Tomanik, Inga, KSV Seeheim

Eckert, Lisa, KSV Rimbach

Fischer Marie, KSC Niedernberg

Fischer, Tina, KSC Niedernberg

Frotscher, Hanna, AV Schaafheim

Iuliani, Anna, KSV Michelstaldt

Kinzel, Kathleen, KSV Seeheim

Kunkel, Emma, KSV Waldaschaff

Lerma-Rosario, Noemi, KSV Waldaschaff

Schell, Anna, RLZ Aschaffenburg

Scherer, Ramona, RLZ Aschaffenburg

Selinger, Emely, KSV Seeheim

Sell, Elena, TSV Gailbach

Telkemeier, Anja, AV Alzenau

Trautmann, Marie, TSV Gailbach

Frauenmannschaft Würtemberg

Katzanzidou, Georgia, SC Korb

Vogt, Anabella, SG Weilimdorf

Marte, Lioba, AV Germ.Hardt

Vornberger, Maren, AC Röhlingen

Oswald, Mia, SC Korb

Mittermair, Diane, KSV Unterelchingen

Mittermair, Evelyn, KSV Unterelchingen

Kluge, Helene, RSV Benningen

Paruszewski, Sandra, AV Sulgen

Trinkner, Tabea, SC Korb

Stribick, Ronja, AV Sulgen

Illi, Anni, SV Fellbach

König, Beate, TSV Ehningen

Schumann, Johanna, VfL Neckargartach

Schweter, Nadine, KSV Unterelchingen

Frauenmannschaft Sachsen

Leistner, Naemi, Zschopauer RV

Coldiz, Laura, RV Thalheim

Schmieder, Jane, Aue

Haase, Emilie, RV Thalheim

Heidel, Vivienne, Zschopauer RV

Seidel, Anika, KSV Pausa

Blayvas, Anastasia, KFC Leipzig

Barth, Gerda, Aue

Schiller, Lucia, AC Werdau

Claußnitzer, Anna-Alicia, RTV Züblitz

Schneider, Lilly, RV Thalheim

Amthor, Deborah, RTV Zöblitz

Wirth, Alice, Kari

Frauenmannschaft Nordrhein-Westfalen

Lürkens Greta,AC Ückerath

Odendahl Lina Sue AC Ückerath

Morjan Heidi AC Ückerath

Matthies Leonie AC Ückerath

Scharfscheer Celine AC Ückerath

Titze Anna AC Ückerath

Rösler Jennifer AC Ückerath

Rösler Lena AC Ückerath 1961

Matthies Fabienne AC Ückerath 1961

Huisinga Lina AC Ückerath 1961

Gerads Alina AC Ückerath 1961

Liolios Jasmina AC Ückerath 1961

Blaszka (NED) Jessica AC Ückerath 1961

Hemmer Nina AC Ückerath 1961

Mertens Laura AC Ückerath 1961

Steinitz Marie KSV Kirchlinde 1926

Toepsch Olivia Bernadette KSV Kirchlinde 1926

Focken Aline KSV Germania Krefeld

Boric Dana KSV Witten

Bayrak Dilara KSV Witten 07

Dussin Lina KSV Witten 07

Herda Viviane KSV Witten 07

Nielsen Annkatrin TSG Herdecke

Alewelt Verena TuS Bönen 01

Manz Fabienne TuS Bönen 01

Balzer Elena TuS Bönen 01

Deutsche Mannschaftsmeisterschaft der Frauen

hier vorab die Meldungen der Landesverbände zur diesjährig Deutschen Mannschafts-Meisterschaft der Frauen am 18. und 19. November 2016.
Hessen                 1 Mannschaft
Südbaden            1 Mannschaft
Sachsen                1 Mannschaft
Bayern                  1 Mannschaft
NRW                     2 Mannschaften
Württemberg       1 Mannschaft
Berlin                    1 Mannschaft

Unglückliche Auswärtspleite

Fünf Siege und doch den Mannschaftskampf verloren – das war heute bitter für Krefelds Ringerteam. Nach der 13:15 Niederlage bei der RG Hürth / Rheinbach hat Germania die Verbandsligatabellenführung an Essen-Dellwig abgegeben. Auch Marten und Hürth/Rheinbach haben bei einem noch ausstehenden Kampf einen Verlustpunkt weniger auf dem Konto.

Amer Bolakhrif gewann für Krefeld auf Schulter und auch Sohayb Musa holte 4 Punkte technisch überlegen. Emil Gozalov sicherte sich einen 3:0 Punktsieg. Für Hank Weber reichte es bei seinem Saisondebüt zu einem 1:0 Sieg. Mit dem selben Ergebnis war auch Julian Olbrich erfolgreich. Das alles reichte aber nicht, denn Manfred Grothe und Waldemar Schäfer verloren auf Schulter und Hasan Rahaal gab auf. Einzig Dieter Tschierschke mit 0:2 und Ben Haeffner mit 0:1 konnten ihre Niederlagen in Grenzen halten.

Am kommenden Samstag steht wieder ein Auswärtskampf an – allerdings eine vermeintlich lösbare Aufgabe. Denn der KSV Mülheim-Styrum ziert mit 0:14 Punkten das Tabellenende.

Bericht: Michael A. Laumen

Wieder alleine an Tabellenspitze

Durch einen – allerdings hartumkämpften – 18:12 Heimsieg gegen den AKS Rheinhausen bei gleichzeitiger Heimniederlage des TuS Aldenhoven im Verfolgerduell gegen Jahn Marten hat der KSV Germania Krefeld die Tabellenführung ausgebaut (10:2 Punkte). Zweiter ist nun wieder Jahn Marten mit 9:3 Punkten.

Beim auf Freitag vorverlegten Kampf gegen Rheinhausen (Trainer Georg Focken feierte am Samstag seinen 55. Geburtstag) taten sich die Krefelder schwer. Erst im letzten Kampf machten sie den Sieg endgültig klar. Muammed Zakir Tan gelang in 75 Kilo gr.-röm. ein 2:0 Punktsieg. Julian Olbrich fuhr in der 75 Kilo-Freistilklasse einen 1:0 Sieg ein. Erstaunlich schwer tat sich „Abonnementsieger“ Sohayb Musa, bis er dem defensivstarken Dimitri Wegner mit 3:0 dessen erste Niederlage beigebracht hatte. Ben Haeffner siegte auf Schulter (66 Kilo Freistil). Emil Gozalov (sein Gegner hatte Übergewicht) und Amer Bolakhrif (kein Gegner) bekamen jeweils vier Punkte geschenkt.
Rick Nürnberger handelte sich bei seinem Saisondebüt ebenso wie Dieter Tschierschke eine 0:2 Niederlage ein. Auf Schulter verloren Manfred Grothe (98 kg) und Waldemar Schäfer (130 kg).
Bereits am heutigen Montag geht es für Germanias Verbandsligateam auswärts bei der RG Hürth/Rheinbach weiter.

Die Fotos vom Kampf gegen Rheinhausen gibt es HIER.

Bericht: Michael A. Laumen

Erste Saisonniederlage, doch weiter Tabellenführer

Trotz einer 12:19 Niederlage bei der mit Erstligaringern verstärkten Zweitvertretung des TV Essen-Dellwig bleibt Germanias Verbandsligastaffel Tabellenführer, nunmehr punktgleich mit dem TuS Aldenhoven. In Essen gewann Muammed Zakir Tan auf Schulter, Waldemar Schäfer mit 3:0 (bleibt bei jetzt zwei Saisoneinsätzen ungeschlagen) und Julian Olbrich 1:0 nach Punkten. Sohayb Musas Gegner in 86 kg gr.-röm. hatte Übergewicht, so dass Musa kampflos 4 Punkte bekam und weiter ungeschlagen bleibt . Alle anderen Krefelder verloren, wobei Dieter Tschierschke gegen den noch ungeschlagenen Ertugrul Agca (3 Saisonsiege) einen starken Kampf ablieferte und bei seinem Verbandsligasaisondebüt nur 0:1 unterlag. Emil Gozalov hatte Erstligaringer Kevin Schoska am Rande einer Niederlage, lag bereits mit 14:0 Wertungspunkten scheinbar uneinholbar in Führung, doch dann verließen ihn die Kräfte. Er handelte sich noch eine 0:2 Punktniederlage ein.

Fotos vom Kampf gibt es hier

Bericht: Michael Laumen

Im Verbandsliga-Spitzenkampf Tabellenführung ausgebaut

In einer packenden Begegnung hat die Ringerstaffel des KSV Germania Krefeld den direkten Verfolger Jahn Marten mit 20 : 10 geschlagen und ihre Tabellenführung in der Verbandsliga auf zwei Punkte ausgebaut.

Das deutliche Ergebnis spiegelt indes nicht den engen Kampfverlauf wieder. Die begeisterten Zuschauer in der gutgefüllten Halle an der Steinstraße sahen zwei Mannschaften auf Augenhöhe. So schien in 75 Kilo Freistil Krefelds Julian Olbrich gegen den bis dahin in dieser Saison ungeschlagenen Sharom Sobirov eindeutig auf der Verliererstraße. Er lag zeitweise 13 Wertungspunkte zurück, ehe ihm mit unbändigem Willen kurz vor Kampfende völlig überraschend ein Schultersieg gelang. Krefelds Youngster Amer Bolakhrif drehte in 57 Kilo Freistil ebenso wie Waldemar Schäfer (130 Kilo griechisch-römisch) bei seinem Saisondebüt einen Rückstand in einem 2:0 Punktsieg. Bolakhrif bleibt damit auch in seinem vierten Saisoneinsatz ungeschlagen. Dieselbe maklelose Kampfbilanz weisen Sohayb Musa (diesmal technisch überlegener Sieger in 86 kg gr.-röm.) und Emil Gozalov (4:0 Sieger in 61 kg gr.-röm.) auf. Vitali Jeschke steuerte bei seinem ersten Saisoneinsatz einen weiteren technisch überlegenen 4:0 Sieg bei (80 kg Freistil).

Eine umstrittene 0:1 Niederlage kassierte Philippp Haeffner in 98 kg Freistil. Nach einem gelungenen Angriff sprach der Ringrichter unverständlicherweise nicht ihm, sondern seinem Gegner, dem erfahrenen Martener Trainer Bekir Gencer vier Wertungspunkte zu, sonst wäre der Kampf zu Gunsten von Haeffner ausgegangen. Da er nun für ein Jahr in die USA geht, steht er im weiteren Saisonverlauf nicht mehr zur Verfügung.
Philipps Bruder Ben und Anton Sattler, beide noch Jugendliche, verloren 0:4, Muammed Zakir Tan gegen den starken Robin Winkelhaus (ungeschlagen in dieser Saison) knapp mit 0:1.
Am kommenden Wochenende muss Germanias Verbandsligateam (nunmehr 8:0 Punkte) beim Tabellenvierten TV Essen-Dellwig II antreten – ein schwer Kampf, denn die Essener fegten am Samstag das zuvor ungeschlagene Team der RG Hürth/ Rheinbach mit 23:8 von der Matte.

HIER die Bilder zum Kampf.

 

Bericht: Michael A. Laumen

Sarah Wiener – Eine Woche unter …: Ringern

Was hat Ringen mit Kochen zu tun? Diese Frage stellt sich Sarah Wiener gleich nach ihrer ersten Trainingseinheit mit Aline Focken. Hier könnt ihr die gesamte Sendung vom 04.09.2016 auf ORF2 sehen:
http://tvthek.orf.at/program/Sarah-Wiener-Eine-Woche-unter/13563259

Doppelsieg beim ersten Heimkampf der Saison

Endlich. Es ist wieder soweit! Nach der langen Pause startet wieder der erste Heimkampf der Saison 2016. Und diesmal in der Verbandsliga. „Wieso nicht Oberliga“, mag sich so mancher fragen, „sind die Krefelder denn sitzengeblieben?“ Nein, sind sie nicht. Sie haben sich freiwillig zurückversetzen lassen. Sie gönnen sich lediglich eine Verschnaufpause. Um ihren jungen Nachwuchsathleten eine Chance zu geben, sich einzufügen.
Und es hat ihnen offenbar gut getan. Denn nach dem überdeutlichen 29:5 Sieg gegen den KSV Kirchlinde ist die Stimmung sichtlich ausgelassen. Die Athleten tanzen anschließend sogar in der Sporthalle, einige Kämpfer können sogar bühnenreife Breakdance-Einlagen aufs Parkett legen.
In der 57 Kiloklasse gibt es ein 4 Punkte Geschenk der Gäste, weil sie hier keinen Athleten gegen den Krefelder Amer Bolakhrif stellen konnten.
Schon im ersten Kampf, dem Schwergewicht mit Talip Alkan gegen Marcel Dahlbeck von Kirchlinde, kocht die Stimmung in der vollen Halle. Hier geht es anfangs noch sehr knapp zu, die Führungen wechseln ständig. Aber am Ende der zweiten Halbzeit bricht der Kirchlinder konditionell total ein. Alkan gewinnt technisch Überlegen 23:7.
Im folgenden 61 Kilokampf schultert Emil Gozalov den Kirchlinder Timo Friedhoff schon in der ersten Minute mit einem schulmäßigen Kopfhüftzug. Nach dem Kampf kommt es zu tumultartigen Szenen: Die Gäste sind mit dem Ergebnis des Kampfes gar nicht einverstanden und stürmen die Matte. Jetzt bilden sich Rudel auf beiden Seiten, die sich kampfbereit gegenüberstehen. Die hitzigen Gruppen müssen getrennt werden, die Gemüter beruhigen sich allmählich.
Der Kampf des Abends findet in der 66 Kiloklasse statt. Hier stehen sich Ben Haeffner für Krefeld Ali Judeki aus Kirchlinde gegenüber. Der Krefelder hat hier heute seinen ersten Kampf in der ersten Mannschaft. Er ist erst zarte 14 Jahre alt, da kann man nicht zu viel erwarten da sein Gegner aus Kirchlinde ein gestandener Mann ist. Aber Haeffner versteckt sich nicht auf der Matte, das ist bei diesem Sport auch nicht möglich. Er kann sogar die Führung übernehmen. Doch sein Gegner holt auf, es ist ein Kampf auf Augenhöhe, Punkte fallen auf beiden Seiten. Dann klammert Judeki den Kopf von Haeffner und versucht ihn durchzudrehen. Wir wollen gar nicht hinsehen, denn das ist ein sehr unangenehmer Griff. Wird der Gegner jetzt unseren jungen Mann verrollen, so wie es noch letzte Woche bei dem Kampf in Aldenhoven in ähnlicher Situation passierte? Aber heute lässt es sich der Krefelder nichts gefallen! Er kann seinen Gegner abfangen und befördert ihn in die gefährliche Lage. Die Krefelder Fans sind außer sich, feuern ihren Mann aus vollen Lungen an. Wird er ihn schultern? Er macht es. Kaltblütig wie ein alter Hase! Er schnürt seinem Gegner die Luft ab und presst ihn die Schultern in die Matte. Die Krefelder stürmen vor Freude die Kampffläche und lassen den jungen Haeffner fliegen. Jetzt tobt die Halle! Nur in der Kirchlinder Ecke wird es still. Mucksmäuschenstill.
Ach in den anschließenden Kämpfen lassen die Krefelder nichts anbrennen, nur noch Hasan Rahaal verliert knapp nach Punkten und Manfred Grothe unterliegt mit einer Schulterniederlage.
Erwartungsgemäß holen der Krefelder Sohayb Musa in 86 Kilo und Julian Olbrich in 75 Kilo jeweils 4 Punkte für die Mannschaft mit einer technischen Überlegenheit, Philipp Haeffner gewinnt in 80 Kilo durch Aufgabe nach einer 5:0 Führung. Haeffner und Olbrich sind seit dem letztem Jahr aus dem Nachwuchs in die erste Mannschaft integriert worden. Sie gehören schon jetzt zu den Leistungsträgern der Mannschaft, haben in der Oberliga schon die meisten Kämpfe gewinnen können. Und in der Verbandsliga werden sie kaum zu schlagen sein.
Auch seit diesem Jahr neu dabei ist der in der 75 Kiloklasse kämpfende Muammed Zakir Tan von Krefeld. Bei ihm scheint jetzt der Knoten zu platzen, sein intensives Training mit Sohayb Musa und Waldemar Schäfer macht sich bezahlt. Auch bei seinem zweiten Kampf in der „Ersten“ kann er wieder erfolgreich von der Matte gehen. Heute macht er seinen Kampf nach einer deutlichen Führung noch mal spannend, als Jens Friedhoff von Kirchlinde in der zweiten Halbzeit noch mal zum Gleichstand aufholen kann. Und haargenau zum 6 Minuten Schlusspfiff gelingt Zakir Tan noch eine Zweierwertung, mit dem er den Kampf für sich entscheidet. Punktlandung von Tan!
Auch die zweite Mannschaft gewinnt heute 32:20 gegen TKV Hückelhoven in der Bezirksliga.
Hier kann der erst 16 Jahre junge Nigel Weber erstaunlicherweise beide Schwergewichtskämpfe für sich entscheiden. Ebenso bleibt Dieter Tschierschke in der 75 Kiloklasse in beiden Kämpfen ungeschlagen.

Neustart geglückt – Beide Mannschaften gewinnen zum Saisonauftakt

Nach dem freiwilligen Rückzug der ersten Mannschaft des KSV Germania Krefeld aus der Oberliga gelang der Saisonauftakt eine Klasse tiefer in der Verbandsliga. Die Krefelder Ringer gewannen beim TuS Aldenhoven mit 24 : 10 und stehen damit in der Tabelle direkt da, wo viele Experten sie auch am Saisonende erwarten – an der Tabellenspitze. Mit Schultersiegen glänzten Sohayb Musa, Muammed Zakir Tan und Amer Bolakhrif. Emil Gozalov, Julian Olbrich und Philipp Haeffner gewannen technisch überlegen.

Auch die zweite Mannschaft startete in der Bezirksliga-West mit einem Efolgserlebnis und belegt nach dem 32:24 gegen das zweite Team des TuS Aldenhoven ebenfalls Tabellenplatz 1. Hier tat sich besonders Dieter Tschierschke jr. mit zwei Schultersiegen in beiden 75 Kilo-Klassen hervor.

Bericht: Michael A. Laumen

Olympiatraum geplatzt: Aline verpasst in Rio eine Medaille

Schade schade. In der 69 Kilo-Klasse wurde Aline Focken am Ende Zehnte. Olympisches Gold 2016 holte Sara Dosho (Japan) vor Natalia Worobewa (Russland). Bronze ging an Elmira Sisdykowa (Kasachstan) und Anna Jenny Fransson (Schweden).

Im Archiv des Deutschen Ringer Bunds (https://www.ringen.de/archiv/) findet sich dieser Turnierbericht:
„Die Krefelderin erwischte es mit ihrer Auslosung knüppeldick. Gleich in der ersten Runde traf sie auf die aktuelle Vizeweltmeisterin Zhou Feng aus China. Doch Aline legte los wie der Feuerwehr und befeuerte mit diesem Auftaktkampf die Medaillenhoffnungen, denn sie ließ der Chinesin nicht den Hauch einer Chance und siegte am Ende hoch mit 11:3. Im Viertelfinale wartete allerdings mit der Schwedin Fransson der nächste harte Brocken, denn auch die Schwedin war bereits Weltmeisterin. Nach einer ausgeglichenen ersten Runde, lag Aline nach gut 4 Minuten dann mit 1:3 zurück und musste somit ihr Risiko erhöhen. Sie setzte einen guten Angriff am Mattenrand, die Schwedin setzte zum Konter an und es kam zu einer sehr kniffligen Situation für die Kampfrichter, die sich schließlich für eine Wertung für Fransson entschieden, auch der geforderte Videobeweis brachte nicht die erhoffte Änderung und somit unterlag Focken nach 6 Minuten. Da Fransson im Halbfinale nach Punkten der Japanerin Dosho unterlag, war das Turnier für die Deutsche beendet. „

Rio in der Sporthalle

Am Mittwoch, den 17. August 2016 haben alle Fans von Aline die Möglichkeit, ihre Kämpfe um eine Medaille bei den olympischen Spielen in Rio, in der Sporthalle an der Steinstraße ab 15 Uhr live zu verfolgen. Die NADA stellt uns die technischen Möglichkeiten zur Verfügung, für das leibliche Wohl sorgt der KSV Germania Krefeld mit Unterstützung der Brauerei Königshof aus Krefeld.

Focken siegt weiter auf dem Weg nach Rio

Wieder ein internationaler Turniererfolg für Ringerin Aline Focken vom KSV Germania Krefeld. Am Wochenende gewann sie im kanadischen Guelph in der Nähe von Toronto völlig ungefährdet den „Canada Cup“ in der stark besetzten Gewichtsklasse bis 69 kg. Einzig gegen Tamyra Mensah, die amtierende US-Meisterin in dieser Gewichtsklasse, gab die Krefelderin bei ihrem 10:2 Sieg überhaupt Punkte ab. Ihre weiteren Kämpfe gewann sie zweimal 10:0 sowie 8:0. In dieser Form kann Focken sich ernsthafte Hoffnungen auf eine Medaille bei den olympischen Spielen machen.

Sohayb Musa Deutscher Vizemeister

Germanias „Eigengewächs“ Sohayb Musa hat seinen bisher größten Erfolg erzielt. Bei den deutschen Meisterschaften in Saarbrücken wurde er Deutscher Vizemeister der Männer im griechisch-römischen Stil in der Gewichtsklasse bis 80 kg. Zunächst setzte er sich gegen Luca Knaus (SVG Weingarten) technisch überlegen 8:0 durch und gewann auch das Halbfinale 8:6 gegen Francis Weinhold (KSV Pausa). Im Finale musste der Krefelder sich dann der Kampfkraft von Fabian Jänicke (RSV Frankfurt/Oder) beugen (0:8 technisch unterlegen).

Aline Focken wieder Deutsche Meisterin

Ohne auch nur einen einzigen Wertungspunkt abzugegeben, verteidigte Ringerin Aline Focken (KSV Germania Krefeld) am Wochenende in Freiburg soueverän ihren Deutschen Meistertitel in 69 Kg. In den Runden eins und zwei siegte sie gegen Beate König und danach gegen Melina Baudendistel jeweils technisch überlegen 10:0. Gegen Kim Riesterer setzte sie sich mit einem Schultersieg durch. Auch den abschließenden Kampf gegen Franziska Berger gewann die Krefelderin technisch überlegen 10:0. Es ist bereits ihr siebter nationaler Titel in den vergangenen acht Jahren. Mit diesem Erfolg nur drei Wochen nach ihrem Sieg beim Grand Prix der BRD bewies Focken, dass sie mit ihren Vorbereitungen auf die Olympischen Spiele in Rio im August, wo sie zu den deutschen Medaillenhoffnungen zählt, auf einem guten Weg ist.

Aline Focken triumpfiert beim Grand Prix der BRD

In Dormagen hat Ringerin Aline Focken (KSV Germania Krefeld) am Pfingstwochenende das gut besetzte internationale Turnier „Grand Prix der BRD“ in der Gewichtsklasse bis 69 kg für sich entschieden. In der Qualifikation gelang ihr ein Schultersieg über die Ungarin Rita Aszódi. Im Halbfinale behielt sie mit 3:1 Punken gegen Elmira Syzdykova (Kasachstan) die Oberhand. Im Finale schlug sie die Schwedin Jenny Fransson mit 6:3 nach Punkten. „Das Turnier zeigt, dass Aline bei ihrer Vorbereitung auf die olympischen Spiele schon recht weit ist“, lobte sie ihr Vater und Trainer Georg Focken.