Erste Oberliga-Niederlage: 14:21 gegen KSV Hohenlimburg / Umstrittene Entscheidungen an der Waage

9.9.17: Schon an der Waage war die Heimbegegnung gegen den KSV Hohenlimburg eigentlich entschieden: Gleich zwei Krefelder Kämpfer durften wegen einer Hautveränderung ihren Kampf nicht antreten. Kampfrichter und gegnerischer Trainer sahen es jeweils als Hautpilz an –  eine Meinung, die Krefelds Trainer Georg Focken nicht teilt (siehe Video-Interview am Ende des Beitrages).

TAmers Rötungatsächlich hatte sich Schwergewichtler Tim Focken am Mittag vor dem Kampf lediglich Druckstellen durch Treffer beim Paintballspielen zugezogen. 61 Kilo-Mann Amer Bolakhrif hatte eine Schürfung beim Taining oder Aufwärmen erlitten, die so unbedeutend war, dass er sie selber gar nicht bemerkt hatte (siehe Foto). Als die Hautrötung am Rücken beim Wiegen bemerkt wurde, war es für Krefeld zu spät, um den fast gleichstarken Ersatzkämpfer Jakub Marchlewski zu nominieren.

So verlief die erste Halbzeit des Mannschaftskampfes aus Krefelder Sicht sehr deprimierend. Nach der erzwungenen Aufgabeniederlage von Amer Bolakhrif, den technisch unterlegenen Niederlagen von Tim Focken Ersatzmann Nigel Weber und Mert-Fatih Simsek sowie der Punkteniederlage von Manfred Grothe liegt Krefeld schon 0:15 zurück. Das muss man kein Fachmann sein, um die verzweifelte Lage der Heimatmannschaft zu erkennen.

Dann kommt das erste Highlight aus Krefelder Sicht in der 66 Kiloklasse mit Ben Haeffner gegen Sultan Hussein Sulimani auf der Seite der Hohenlimburger. Mit dem Hohenlimburger hat der Krefelder Jugendliche heute einen ganz harten Brocken als Gegner. Denn Sulimani hat in seinem ersten Kampf gegen Essen Dellwig gegen den fünftplatzierten der Junioren-Weltmeisterschaft Ramzan Awtaew nur hauchdünn 6:7 nach Punkten verloren. Wird der erst 15 jährige Krefelder gegen diesen Spitzenmann bestehen können?
Und tatsächlich, Sulimani macht bei einem Beinangriff die ersten zwei Punkte, Haeffner kann aber zum Ausgleich kontern. Dann geht alles ganz schnell, die Punkte fallen jetzt im Sekundentakt. Doch leider für den Hohenlimburger, der blitzschnell eine Aktion nach der nächsten ausführt. Es steht schon 2:7 für den Hohenlimburger: Kommt Ben jetzt unter die Räder? Aber wer den Krefelder kennt, der weiß, das er zu keiner Zeit aufsteckt. Und jetzt greift Ben an. Gleich zweimal in Folge kann er einen Doppelbeinangriff erfolgreich durchführen. Sulimani liegt nur noch einen Punkt vorn. Jetzt kocht die Halle, die Fans wittern die Sensation. Es geht weiter in diesem schwindelerregenden Tempo, die Punkte purzeln auf beiden Seiten. Ein Kampf auf Augenhöhe.
Nach der Pause führt Ben sogar 14:12. Dann fängt ihn Sulimani ab und befördert Ben in die gefährliche Lage. Jetzt sieht es gar nicht gut aus für unseren Mann. Aber Ben windet sich in der Brücke. Und obwohl der Hohenlimburger ihn den Arm hebelt wie ein MMA Kämpfer und ihn fast auskugelt, kann sich der Krefelder mit letzter Anstrengung befreien!
Was für eine Dramatik. Sulimani führt am Ende der fünften Minute wieder mit zwei Punkten. Ben will den Sieg und greift noch mal an. Er könnte es noch kippen. Doch dieses Mal geht es nicht so gut aus wie in der letzten Woche. Am Ende heißt es 0:2 für die Mannschaftswertung. Eine knappe Punktniederlage gegen einen Spitzenmann – gefühlt ist das wie ein Sieg.

Nach dem nächsten Kampf, bei dem der Krefelder Vitali Jeschke technisch unterlegen verliert, ist der Mannschaftskampf für Krefeld schon gelaufen. Es steht 21:0 für die Hohenlimburger, jetzt können wir auch rein rechnerisch schon nicht mehr gewinnen. Kommen die Krefelder jetzt vollends unter die Räder?
Stark kämpft heute auch wieder Ayoub Bolakhrif in der 71 Kilo Klasse. In nur einer Minute schlägt er Timo Golz technisch Überlegen. Hier ist unser Mann am Boden nicht zu bremsen, er hebt Golz mehrfach aus und lässt ihn fliegen.

Phillipp Haeffner hat ebenso wie sein Bruder Ben mit Ibraim Mandev einen sehr starken Gegner in seinem 80 Kilo Kampf. Wie stark Mandev ist, kann man daran ablesen, dass er in seiner ersten Oberligabegegnung sogar den Essener Bundesligakämpfer und Weltmeisterschaftsteilnehmer Beslan Abuev nach Punkten geschlagen hat.
Aber auch der große Haeffner kämpft heute wie entfesselt, er geht gleich in Führung. Mandev kann aufschließen. Aber dann gibt nur noch der Krefelder den Ton an. Er fegt Mandev geradezu von der Matte. Der Hohenlimburger kommt gar nicht mehr zum Zuge, er kann nur noch tatenlos zusehen, wie die Punkte für Phillipp fallen. Und dann, nach zwei Minuten, kann Haeffner seinen Gegner bei einem Doppelbeinangriff abfangen und in die gefährliche Lage befördern. Jetzt geht alles so schnell, das Publikum kommt mit dem Jubeln gar nicht mehr nach. Philipp drückt seinen Gegner mit dem Gesäß nieder – und hat Glück. Für den Bruchteil einer Sekunde liegt Mandev auf der Schulter. Unglaublich! Mit diesem Schultersieg hatten wir nicht gerechnet. Die Form unseres Mittelgewichtlers wird von Kampftag zu Kampftag immer besser.

Die nächsten vier Punkte fallen auch der Krefelder Mannschaft zu, denn Julian Olbrich hat keinen Gegner. Auch den letzten Kampf kann Krefeld für sich entscheiden. Dieter Tschierschke bleibt damit in dieser Saison in 75 Kilo ungeschlagen – und das, obwohl er als Freistiler in Griechisch Römisch eingesetzt wird. Hier schlägt er sich erstaunlich gut. Es sind keine spektakulären Techniken, die man bei ihm sieht, aber solide Handwerksarbeit, die sehr dienlich für die Mannschaft ist. Er gewinnt letztendlich 7:0 nach Wertungspunkten.

Auch wenn das Endergebnis von 14:21 recht deutlich aussieht, hätte Krefeld doch bei einem 4- Punkte-Sieg des nach Meinung der Germanen zu Unrecht am Kampf gehinderten 61 Kilo Manns Amer Bolakhrif den Mannschaftskampf gewonnen. Auch Tim Focken hätte es in 130 Kilo sicher seinem Hohenlimburger Kontrahenten schwerer gemacht als Ersatzmann Nigel Weber. Schwer wurde es für die Mannschaft heute aber auch, weil Alex Wagner, Waldemar Schäfer und Muhamed Tan zur Zeit in Urlaub sind. Angesichts dieser widrigen Umständen hat sich das Team hervorragend geschlagen.

Die zweite Mannschaft gewann im Vorfeld ihren ersten Kampf in der Bezirksliga deutlich mit 40:15 gegen TKV Hückelhoven. Die Krefelder Reserve ist sehr stark aufgestellt, ich würde sagen, heute sogar auf Verbandsliganiveau. Besonders aufgefallen ist hier Hasan Rahaal in der 66 Kiloklasse, der seine Gegner auf eleganteste Art und Weise besiegte. Seinen ersten Einsatz hatte Hossein Hedjabi Tschini Balagh für Krefeld, der den deutschen Jugenmeister Dennis Briske technisch überlegen schlagen konnte.

Krefelds Trainer Georg Focken hadert im Interview nach dem Duell gegen Hohenlimburg mit den Entscheidungen des Kampfrichters an der Waage, durch die gleich zwei Germanen nicht auf die Matte gelassen wurden, lobt aber die bisherigen Leistungen seines Teams in dieser Saison.

Oberligateam mit Traumstart: Zwei Siege zum Saisonauftakt!

Damit hatte keiner gerechnet: Germania Krefeld, Aufsteiger in die Ringer-Oberliga NRW, steht nach den ersten zwei Kampftagen ungeschlagen auf dem zweiten Tabellenplatz. Dass mit der TSG Herdecke im Heimkampf zum Auftakt (19:15) und jetzt Samstag Konkordia Neuss auswärts (14:12) die beiden Erstplatzierten der Vorsaison geschlagen wurden, macht die Sache noch sensationeller. Krefelds Team besteht nur aus Eigengewächsen und ist das Jüngste der Liga. Zudem fehlt mit Emil Gozalev, der die gesamte Hinrunde gesperrt ist, derzeit einer der erfolgreichsten Ringer der vergangenen Saison – und Sohayb Musa, der Punktegarant der letzten Jahre, hat den Verein Richtung Zweite Liga verlassen.
Doch wieder einmal zahlt sich die hervorragende Nachwuchsarbeit des KSV aus. Die Jugendlichen Nigel Weber (Schultersieg gegen Herdecke), Jakub Marchlewski und Mert-Fatih Simsek (technisch überlegener Sieg in Neuss gegen den Deutschen B-Jugend-Meister Ibrahim Deziev) kommen in der rauhen Oberligaluft bislang hervorragend zurecht – und dem gerade einmal 15-jährige Ben Haeffner gelang in Neuss sogar ein Sieg gegen den bärenstarken ehemaligen Erstligaringer Anatolij Efremov.
Von den erfahreneren Krefeldern haben Alexander Wagner, Ayoub Bolakhrif, Julian Olbrich und Dieter Tschierschke bislang noch eine weiße Weste. Ob das auch am Samstagabend nach dem nächsten Heimkampf noch so ist? Germania trifft dann um 19:30 Uhr auf den KSV Hohenlimburg, der mit einer Niederlage gegen Essen-Dellwig in die Saison gestartet ist. Eine große Zuschauerkulisse haben sich unsere Krefelder Jungs redlich verdient.

RP 28.8.174.9.17 RP

Aline Focken ist Vizeweltmeisterin 2017

Wieder ein großartiger Erfolg für die Krefelder Ringerin Aline Focken vom KSV Germania Krefeld. Ende August wurde sie Vizeweltmeisterin in der Klasse bis 69 Kg. Trotz einer Verletzung, die sie in der Vorbereitung behindert hatte, war sie auf den Tag topfit und ging in Paris sehr konzentriert auf die Matte. Nach Siegen gegen Danute Dominikaityte, Elmira Sysdykowa, Nasanburmaa Ochirbat und in letzter Sekunde gegen  Han Yue traf sie im Finale auf Sara Dosho. Es war die Neuauflage des WM-Finales von 2014, in dem Focken die Japanerin geschlagen hatte.  In diesem Jahr drehte Dosho den Spieß um und siegte mit 3:0 nach Punkten. Die Krefelderin war mit dem Vize-WM-Titel dennoch mehr als zufrieden, denn damit hatte sie im Vorfeld selbst nicht gerechnet.

 

Saisoneröffnung 26. August ab 13 Uhr

Am 26. August ist es so weit: In und rund um die Sporthalle Steinstraße steigt ab 13 Uhr die große Saisoneröffnungspart mit Hüpfburg, Torwand, Grillspezialitäten, Waffeln und Getränken. Höhepunkt ist dann der erste Saisonkampf in der Oberliga NRW gegen Herdecke.

20294284_1460091744037404_1324820962978429534_n

Aline Focken siegt beim Großen Preis von Polen

Am Freitag 7.7.2017 hat Aline Focken ihrer imposanten Medaillensammlung eine weitere „Goldene“ beigefügt. Bei den „Poland Open“ in Warschau gewann sie in der 69-Kilo-Klasse. Im Viertelfinale schulterte sie Popescu aus Rumänien. Auch im Halbfinale gewann sie vorzeitig 10:0 nach Punkten gegen die Ukrainerin Belinska. Im Finale gegen Mamashuk, die weißrussische Vize-Europameisterin der 63kg-Klasse, bog sie einen frühen 0:1 Rückstand in einen letztlich ungefährdeten 4:1 Punktsieg um.
Das Turnier dient traditionell vielen Ländern als letzter Härtetest vor den im August stattfindenden Weltmeisterschaften, somit sind die Poland Open immer sehr stark besetzt.

Aline Focken: Deutscher Meistertitel in der obersten Gewichtsklasse

Bei der Deutschen Ringer-Meisterschaft der Frauen am Wochenende in Bruchsal hat Aline Focken vom KSV Germania Krefeld in der Gewichtsklasse bis 75 Kilo den ersten Platz belegt. Es ist bereits ihr achter nationaler Meistertitel im Seniorenbereich, allerdings der erste im schwersten Limit, denn in den drei Jahren zuvor war sie in 69 Kilo an den Start gegangen. Im Finale besiegte die Krefelderin in einem packenden Kampf Titelverteidigerin Maria Selmaier vom KSC Motor Jena. Vor rund 500 begeisterten Ringsportfans entschied sie erst in der Schlussminute das Duell der beiden Olympiateilnhmerinnen von Rio für sich. (ML)

Amer Bolakhrif Platz 4 bei Deutscher Meisterschaft

Amer Bolakhrif belegte am Wochenende einen ausgezeichneten vierten Platz bei der Deutschen Meisterschaft der A-Jugend im griechisch-römischen Stil. Im starken Feld der insgesamt 28 Teilnehmer im Limit bis 58 Kg erzielte der Ringer des KSV Germania Krefeld fünf Siege nacheinander, darunter Schultersiege gegen die späteren Sechst- und Siebtplatzierten. Äußerst eng ging es im Kampf um den Einzug ins Finale zu. Bolakhrif, der in der vergangenen Saison auch schon in Germanias erster Mannschaft entscheidend zum Aufstieg in die Oberliga beigetragen hatte, erreichte nach technischen Punkten ein 2:2 Unentschieden, das aber als Niederlage gewertet wurde. Im kleinen Finale unterlag er dem Neusser Samuel Bellscheidt dann technisch unterlegen.
Unterdessen dominierte Aline Focken beim internationalen Ringerturnier „Dan Kolov“ in Bulgarien ihre Gewichtsklasse und holte Gold.

Bei den Deutschen A-Jugendmeisterschaftem im Freistil wurden die Krefelder Teilnehmer Ben Haeffner 18. (in 63 Kg) und Mert-Fatih Simsek 20. (in 58 Kg).

Germania ist Verbandsligameister!

Der KSV Germania Krefeld ist mit 30:6 Punkten und damit zwei Punkten Vorsprung vor dem TV Essen-Dellwig II und dem KSV Jahn Marten Verbandsligameister und als Aufsteiger wieder für die Oberliga qualifiziert – ein Jahr nach dem freiwilligen Rückzug aus dieser dritthöchsten Liga in Deutschland. Gleichzeitig beendete die neuformierte zweite Mannschaft die Bezirksligasaison mit einem hervorragenden zweiten Platz. „Mehr hätten wir uns im Jubiläumsjahr nicht wünschen können“, betonte ein überglücklicher Georg Focken, Cheftrainer und Vorsitzender des Krefelder Traiditonsvereins, der in diesem Jahr sein 125-jähriges Bestehen feiert. Ob Germania nun tatsächlich im nächsten Jahr wieder in der Oberliga antritt oder freiwillig noch einmal in der Verbandsliga bleibt, will Focken der Mannschaft selbst überlassen: „Die Jungs haben sich den Auftritt sportlich verdient. Sie dürfen das allein entscheiden. Ehrgeizig wie sie sind, gehe ich mal davon aus, dass wir in der kommenden Saison wieder Oberligist sein werden“.

Ungläubiges Staunen

Der Auswärtskampf beim TuS Bönen am Samstag war gerade zu Ende gegangen, als Focken einen Anruf bekam, bei dem ihm die Kinnlade nach unten klappte. Gerade hatte seine durch diverse grippale Infekte geschwächte Mannschaft im letzten Verbandsligakampf sicher mit 24:14 gewonnen und damit ihre Hausaufgaben erledigt. Doch jedem der Ringer war eigentlich klar, dass das nicht zur Meisterschaft reichen würde, weil der bis dahin punktgleiche Tabellenführer Essen-Dellwig II (der zudem beide direkten Duelle gegen Krefeld für sich entschieden hatte) beim Tabellenachten VfK Lünen-Süd haushoher Favorit war und nichts anbrennen lassen würde. Daher glaubte Focken, als er am Telefon von der 18:19 Niederlage der Essener hörte, tatsächlich zunächst an einen Scherz. Erst als das Ergebnis wenige Minuten später vom Ringerverband NRW bestätigt wurde, kannte der Jubel unter den Krefelder Ringern keine Grenzen mehr und die von irgendwo herbeigezauberte Sektflasche kreiste im Überschwang zwischen den ekstatisch herumspringenden Leibern.

Furioses Saisonfinale

Zu Feiern gab es neben der unverhofften Meisterschaft gleich fünf Schultersiege in Bönen durch Nigel Weber, Emil Gozalov, Dieter Tschierschke jr., Sohayb Musa und Ayoub Bolakhrif, der nach rund einjähriger Verletzungspause im letzten Saisonkampf sein erfolgreiches Comeback in der ersten Mannschaft feierte – und dann noch in der „falschen“ Stilart. Denn die Verantwortlichen hatten tatsächlich bei der Benennung der Kämpfer ihn und Julian Olbrich verwechselt, was Ayoub aber nur mit einem „Dann sieg ich halt im Freistil“ kommentierte und eindrucksvoll umsetzte. Vier weitere Punkte kamen hinzu, weil der Gegner von Hasan Rahaal seinen Kampf aufgab. Auf Krefelder Seite gaben Ben Haeffner und Julian Olbrich ebenfalls direkt auf. Beide hätten mit ihrem grippalen Infekt nicht ringen können. Nur Amer Bolakhrif handelte sich eine unglückliche Schulterniederlage ein. Den Mannschaftskampf vorzeitig schon vor den abschließenden 75-Kilo-Kämpfen entschieden hatte Muammed Zakir Tan, der gegen den starken Lukas Korte (13 Siasonsiege) in 80 Kilo griechisch-römisch nur mit 0:2 nach Punkten verlor. Wieder einmal zeigte sich, dass auch verlorene Kämpfe den Sieg bringen können…

Katastrophe für Essen

Doch vergoldet wurde dieser Sieg erst durch die Essener Pleite. „Die haben sich offensichtlich verzockt“, konnte sich Focken ein Grinsen nicht verkneifen. Tatsächlich verzichtete Essens zweite Mannschaft auf den Einsatz einiger teurer Stars aus dem Zweitligateam. Nur fünf Kämpfer waren dabei, die auch bei den Kämpfen gegen Krefeld und die anderen Spitzenklubs der Verbandsliga auf der Matte standen. Und doch hätte es für Essen gereicht, wenn ihr Punktegarant Ekrem Gülönü (14 Saisonsiege) den Lünener Ulrich Obst (12 Siege, 5 Niederlagen) mit 4:0 geschlagen hätte. So war vielleicht der Masterplan. Am Ende kam aber nur ein 2:0 Sieg heraus. Hatten die Essener sich womöglich vom hohen 29:8 Sieg der Germanen über Lünen blenden lassen und den Gegner unterschätzt? Klar ist: Abschenken wollte Essen die Meisterschaft keinerfalls.

Fantastische Saisonbilanz muss gefeiert werden

„Jetzt müssen wir uns spontan noch etwas einfallen lassen für die Meisterfeier“, sagte Focken. Diese soll separat zum bereits geplanten Neujahrsfest stattfinden. Details stünden aber noch nicht fest.
Die Saisonanalyse indes ist schon fertig: Erfolgreichster Mannschaftsringer ist Sohayb Musa, der alle seine 18 Saisonkämpfe gewinnen konnte – mit einer Effizienz von unbglaublichen 99 Prozent! 61-Kilo-Mann Emil Gozalov kann stolz sein auf 16 Saisonsiege. Amer Bolakhrif aus der Germania-Jugend ist mit 14 Siegen im Leichtgewicht die Entdeckung des Jahres.

Mehr Siege als Niederlagen in der Verbandsliga weisen auch die Kampfbilanzen von Dieter Tschierschke jr., Nigel Weber, Muammed Zakir Tan, Julian Olbrich, Hasan Rahaal (Respekt, nach dem miserablen Saisonstart mit sechs Niederlagen), Philipp Haeffner, Rick Nürnberger und Waldemar Schäfer auf.

Mehr als beachtlich schlug sich auch das Bezirksligateam, dass mit 14:10 Punkten am Ende hinter Meister AC Ückerath mit sieben Punkten Rückstand Zweiter wurde. Eine positive Kampfbilanz weisen hier gleich elf Germanen auf: David von Cappeln, Ben Haeffner, Nigel Weber, Ayoub Bolakhrif, Jakub Marchlewski, Mert-Fatih Simsek, Muhammed Alkan, Dieter Tschierschke jr., Anton Sattler, Eniz Yagan und Hasan Rahaal. Gratulation!

Bericht: Michael A. Laumen, Pressebeauftragter

Unglückliche Auswärtspleite

Fünf Siege und doch den Mannschaftskampf verloren – das war heute bitter für Krefelds Ringerteam. Nach der 13:15 Niederlage bei der RG Hürth / Rheinbach hat Germania die Verbandsligatabellenführung an Essen-Dellwig abgegeben. Auch Marten und Hürth/Rheinbach haben bei einem noch ausstehenden Kampf einen Verlustpunkt weniger auf dem Konto.

Amer Bolakhrif gewann für Krefeld auf Schulter und auch Sohayb Musa holte 4 Punkte technisch überlegen. Emil Gozalov sicherte sich einen 3:0 Punktsieg. Für Hank Weber reichte es bei seinem Saisondebüt zu einem 1:0 Sieg. Mit dem selben Ergebnis war auch Julian Olbrich erfolgreich. Das alles reichte aber nicht, denn Manfred Grothe und Waldemar Schäfer verloren auf Schulter und Hasan Rahaal gab auf. Einzig Dieter Tschierschke mit 0:2 und Ben Haeffner mit 0:1 konnten ihre Niederlagen in Grenzen halten.

Am kommenden Samstag steht wieder ein Auswärtskampf an – allerdings eine vermeintlich lösbare Aufgabe. Denn der KSV Mülheim-Styrum ziert mit 0:14 Punkten das Tabellenende.

Bericht: Michael A. Laumen

Wieder alleine an Tabellenspitze

Durch einen – allerdings hartumkämpften – 18:12 Heimsieg gegen den AKS Rheinhausen bei gleichzeitiger Heimniederlage des TuS Aldenhoven im Verfolgerduell gegen Jahn Marten hat der KSV Germania Krefeld die Tabellenführung ausgebaut (10:2 Punkte). Zweiter ist nun wieder Jahn Marten mit 9:3 Punkten.

Beim auf Freitag vorverlegten Kampf gegen Rheinhausen (Trainer Georg Focken feierte am Samstag seinen 55. Geburtstag) taten sich die Krefelder schwer. Erst im letzten Kampf machten sie den Sieg endgültig klar. Muammed Zakir Tan gelang in 75 Kilo gr.-röm. ein 2:0 Punktsieg. Julian Olbrich fuhr in der 75 Kilo-Freistilklasse einen 1:0 Sieg ein. Erstaunlich schwer tat sich „Abonnementsieger“ Sohayb Musa, bis er dem defensivstarken Dimitri Wegner mit 3:0 dessen erste Niederlage beigebracht hatte. Ben Haeffner siegte auf Schulter (66 Kilo Freistil). Emil Gozalov (sein Gegner hatte Übergewicht) und Amer Bolakhrif (kein Gegner) bekamen jeweils vier Punkte geschenkt.
Rick Nürnberger handelte sich bei seinem Saisondebüt ebenso wie Dieter Tschierschke eine 0:2 Niederlage ein. Auf Schulter verloren Manfred Grothe (98 kg) und Waldemar Schäfer (130 kg).
Bereits am heutigen Montag geht es für Germanias Verbandsligateam auswärts bei der RG Hürth/Rheinbach weiter.

Die Fotos vom Kampf gegen Rheinhausen gibt es HIER.

Bericht: Michael A. Laumen

Erste Saisonniederlage, doch weiter Tabellenführer

Trotz einer 12:19 Niederlage bei der mit Erstligaringern verstärkten Zweitvertretung des TV Essen-Dellwig bleibt Germanias Verbandsligastaffel Tabellenführer, nunmehr punktgleich mit dem TuS Aldenhoven. In Essen gewann Muammed Zakir Tan auf Schulter, Waldemar Schäfer mit 3:0 (bleibt bei jetzt zwei Saisoneinsätzen ungeschlagen) und Julian Olbrich 1:0 nach Punkten. Sohayb Musas Gegner in 86 kg gr.-röm. hatte Übergewicht, so dass Musa kampflos 4 Punkte bekam und weiter ungeschlagen bleibt . Alle anderen Krefelder verloren, wobei Dieter Tschierschke gegen den noch ungeschlagenen Ertugrul Agca (3 Saisonsiege) einen starken Kampf ablieferte und bei seinem Verbandsligasaisondebüt nur 0:1 unterlag. Emil Gozalov hatte Erstligaringer Kevin Schoska am Rande einer Niederlage, lag bereits mit 14:0 Wertungspunkten scheinbar uneinholbar in Führung, doch dann verließen ihn die Kräfte. Er handelte sich noch eine 0:2 Punktniederlage ein.

Fotos vom Kampf gibt es hier

Bericht: Michael Laumen

Im Verbandsliga-Spitzenkampf Tabellenführung ausgebaut

In einer packenden Begegnung hat die Ringerstaffel des KSV Germania Krefeld den direkten Verfolger Jahn Marten mit 20 : 10 geschlagen und ihre Tabellenführung in der Verbandsliga auf zwei Punkte ausgebaut.

Das deutliche Ergebnis spiegelt indes nicht den engen Kampfverlauf wieder. Die begeisterten Zuschauer in der gutgefüllten Halle an der Steinstraße sahen zwei Mannschaften auf Augenhöhe. So schien in 75 Kilo Freistil Krefelds Julian Olbrich gegen den bis dahin in dieser Saison ungeschlagenen Sharom Sobirov eindeutig auf der Verliererstraße. Er lag zeitweise 13 Wertungspunkte zurück, ehe ihm mit unbändigem Willen kurz vor Kampfende völlig überraschend ein Schultersieg gelang. Krefelds Youngster Amer Bolakhrif drehte in 57 Kilo Freistil ebenso wie Waldemar Schäfer (130 Kilo griechisch-römisch) bei seinem Saisondebüt einen Rückstand in einem 2:0 Punktsieg. Bolakhrif bleibt damit auch in seinem vierten Saisoneinsatz ungeschlagen. Dieselbe maklelose Kampfbilanz weisen Sohayb Musa (diesmal technisch überlegener Sieger in 86 kg gr.-röm.) und Emil Gozalov (4:0 Sieger in 61 kg gr.-röm.) auf. Vitali Jeschke steuerte bei seinem ersten Saisoneinsatz einen weiteren technisch überlegenen 4:0 Sieg bei (80 kg Freistil).

Eine umstrittene 0:1 Niederlage kassierte Philippp Haeffner in 98 kg Freistil. Nach einem gelungenen Angriff sprach der Ringrichter unverständlicherweise nicht ihm, sondern seinem Gegner, dem erfahrenen Martener Trainer Bekir Gencer vier Wertungspunkte zu, sonst wäre der Kampf zu Gunsten von Haeffner ausgegangen. Da er nun für ein Jahr in die USA geht, steht er im weiteren Saisonverlauf nicht mehr zur Verfügung.
Philipps Bruder Ben und Anton Sattler, beide noch Jugendliche, verloren 0:4, Muammed Zakir Tan gegen den starken Robin Winkelhaus (ungeschlagen in dieser Saison) knapp mit 0:1.
Am kommenden Wochenende muss Germanias Verbandsligateam (nunmehr 8:0 Punkte) beim Tabellenvierten TV Essen-Dellwig II antreten – ein schwer Kampf, denn die Essener fegten am Samstag das zuvor ungeschlagene Team der RG Hürth/ Rheinbach mit 23:8 von der Matte.

HIER die Bilder zum Kampf.

 

Bericht: Michael A. Laumen

Neustart geglückt – Beide Mannschaften gewinnen zum Saisonauftakt

Nach dem freiwilligen Rückzug der ersten Mannschaft des KSV Germania Krefeld aus der Oberliga gelang der Saisonauftakt eine Klasse tiefer in der Verbandsliga. Die Krefelder Ringer gewannen beim TuS Aldenhoven mit 24 : 10 und stehen damit in der Tabelle direkt da, wo viele Experten sie auch am Saisonende erwarten – an der Tabellenspitze. Mit Schultersiegen glänzten Sohayb Musa, Muammed Zakir Tan und Amer Bolakhrif. Emil Gozalov, Julian Olbrich und Philipp Haeffner gewannen technisch überlegen.

Auch die zweite Mannschaft startete in der Bezirksliga-West mit einem Efolgserlebnis und belegt nach dem 32:24 gegen das zweite Team des TuS Aldenhoven ebenfalls Tabellenplatz 1. Hier tat sich besonders Dieter Tschierschke jr. mit zwei Schultersiegen in beiden 75 Kilo-Klassen hervor.

Bericht: Michael A. Laumen

Olympiatraum geplatzt: Aline verpasst in Rio eine Medaille

Schade schade. In der 69 Kilo-Klasse wurde Aline Focken am Ende Zehnte. Olympisches Gold 2016 holte Sara Dosho (Japan) vor Natalia Worobewa (Russland). Bronze ging an Elmira Sisdykowa (Kasachstan) und Anna Jenny Fransson (Schweden).

Im Archiv des Deutschen Ringer Bunds (https://www.ringen.de/archiv/) findet sich dieser Turnierbericht:
„Die Krefelderin erwischte es mit ihrer Auslosung knüppeldick. Gleich in der ersten Runde traf sie auf die aktuelle Vizeweltmeisterin Zhou Feng aus China. Doch Aline legte los wie der Feuerwehr und befeuerte mit diesem Auftaktkampf die Medaillenhoffnungen, denn sie ließ der Chinesin nicht den Hauch einer Chance und siegte am Ende hoch mit 11:3. Im Viertelfinale wartete allerdings mit der Schwedin Fransson der nächste harte Brocken, denn auch die Schwedin war bereits Weltmeisterin. Nach einer ausgeglichenen ersten Runde, lag Aline nach gut 4 Minuten dann mit 1:3 zurück und musste somit ihr Risiko erhöhen. Sie setzte einen guten Angriff am Mattenrand, die Schwedin setzte zum Konter an und es kam zu einer sehr kniffligen Situation für die Kampfrichter, die sich schließlich für eine Wertung für Fransson entschieden, auch der geforderte Videobeweis brachte nicht die erhoffte Änderung und somit unterlag Focken nach 6 Minuten. Da Fransson im Halbfinale nach Punkten der Japanerin Dosho unterlag, war das Turnier für die Deutsche beendet. „

Focken siegt weiter auf dem Weg nach Rio

Wieder ein internationaler Turniererfolg für Ringerin Aline Focken vom KSV Germania Krefeld. Am Wochenende gewann sie im kanadischen Guelph in der Nähe von Toronto völlig ungefährdet den „Canada Cup“ in der stark besetzten Gewichtsklasse bis 69 kg. Einzig gegen Tamyra Mensah, die amtierende US-Meisterin in dieser Gewichtsklasse, gab die Krefelderin bei ihrem 10:2 Sieg überhaupt Punkte ab. Ihre weiteren Kämpfe gewann sie zweimal 10:0 sowie 8:0. In dieser Form kann Focken sich ernsthafte Hoffnungen auf eine Medaille bei den olympischen Spielen machen.

Sohayb Musa Deutscher Vizemeister

Germanias „Eigengewächs“ Sohayb Musa hat seinen bisher größten Erfolg erzielt. Bei den deutschen Meisterschaften in Saarbrücken wurde er Deutscher Vizemeister der Männer im griechisch-römischen Stil in der Gewichtsklasse bis 80 kg. Zunächst setzte er sich gegen Luca Knaus (SVG Weingarten) technisch überlegen 8:0 durch und gewann auch das Halbfinale 8:6 gegen Francis Weinhold (KSV Pausa). Im Finale musste der Krefelder sich dann der Kampfkraft von Fabian Jänicke (RSV Frankfurt/Oder) beugen (0:8 technisch unterlegen).

Aline Focken wieder Deutsche Meisterin

Ohne auch nur einen einzigen Wertungspunkt abzugegeben, verteidigte Ringerin Aline Focken (KSV Germania Krefeld) am Wochenende in Freiburg soueverän ihren Deutschen Meistertitel in 69 Kg. In den Runden eins und zwei siegte sie gegen Beate König und danach gegen Melina Baudendistel jeweils technisch überlegen 10:0. Gegen Kim Riesterer setzte sie sich mit einem Schultersieg durch. Auch den abschließenden Kampf gegen Franziska Berger gewann die Krefelderin technisch überlegen 10:0. Es ist bereits ihr siebter nationaler Titel in den vergangenen acht Jahren. Mit diesem Erfolg nur drei Wochen nach ihrem Sieg beim Grand Prix der BRD bewies Focken, dass sie mit ihren Vorbereitungen auf die Olympischen Spiele in Rio im August, wo sie zu den deutschen Medaillenhoffnungen zählt, auf einem guten Weg ist.

Aline Focken triumpfiert beim Grand Prix der BRD

In Dormagen hat Ringerin Aline Focken (KSV Germania Krefeld) am Pfingstwochenende das gut besetzte internationale Turnier „Grand Prix der BRD“ in der Gewichtsklasse bis 69 kg für sich entschieden. In der Qualifikation gelang ihr ein Schultersieg über die Ungarin Rita Aszódi. Im Halbfinale behielt sie mit 3:1 Punken gegen Elmira Syzdykova (Kasachstan) die Oberhand. Im Finale schlug sie die Schwedin Jenny Fransson mit 6:3 nach Punkten. „Das Turnier zeigt, dass Aline bei ihrer Vorbereitung auf die olympischen Spiele schon recht weit ist“, lobte sie ihr Vater und Trainer Georg Focken.

Mitteilung

An alle Sponsoren, Förderer, Freunde, Fans und Zuschauer des KSV Germania Krefeld 1891 e.V.
Rückzug der Oberligamannschaft des KSV Germania Krefeld 1891 e.V.
In den letzten Jahren haben wir versucht, durch aktive Jugendarbeit unsere Mannschaften
vorrangig mit eigenen Leuten zu besetzen. Dabei stand im Vordergrund, unsere Sportler
vom Kindesalter über die Pubertät zu halten und an den Sport zu binden. Das ist uns auch
sehr gut gelungen. Wir begleiten unsere Jugendlichen ebenso im Bereich Schule und Beruf
und leben hier im Verein vorbildliche Integrationsarbeit. Durch unsere Arbeit dachten wir,
den Ringkampfsport in NRW nach vorne zu bringen. Scheinbar haben wir uns geirrt.
Durch die Öffnung der Ligen in Richtung Niederlande und Belgien werden unsere
Nachwuchssportler stark benachteiligt. Die Förderung von Kampfgemeinschaften spart
Jugendarbeit und sorgt dafür, dass der schwächere Verein stirbt, Beispiele dafür brauchen
wir sicherlich nicht anführen. Die gängige Masche, fertige Ringer einzukaufen, spart vielen
die Jugendarbeit.
Der Hauptgrund für den Rückzug unserer Oberligamannschaft ist allerdings der Beschluss
der außerordentlichen Mitgliederversammlung des Ringerverbandes vom 31.05.2015, dass
in Zukunft alle EU-Ausländer starten dürfen, vermutlich, um noch mehr Jugendarbeit
einzusparen. Wir sind nicht bereit, unsere Eigengewächse gegen übermächtige Oberliga-
Mannschaften antreten zu lassen und werden mit unseren Jungs in der nächsten Saison in
der Verbandsliga antreten.
Wir werden weiterhin in Krefeld spannenden Ringkampfsport mit hervorragender
Stimmung in der Sporthalle an der Steinstraße bieten und freuen uns auf die Saison 2016.

 

Presseberichterstattung zu diesem Thema:

Rheinische Post Artikel 27.1.2016

Westdeutsche Zeitung Artikel 27.1.2016

 

 

Aline Focken zum dritten Mal in Folge Ringerin des Jahres

Der Deutsche Ringer- Bund hat Germania Krefelds Top-Athletin Aline Focken zum dritten Mal in Folge zur Ringerin des Jahres ernannt. Bei den Männern erhielt Frank Stäbler (TSV Musberg) diese hohe Auszeichnung. Beim männlichen Nachwuchs wurde Hannes Wagner (AC Lichtenfels) als Sportler des Jahres geehrt.

Focken gewinnt WM-Bronze und löst Olympiaticket

Gratulation! Wieder eine WM-Medaille für Aline Focken. Auch wenn sie die Titelverteidigung verpasste, war die Krefelderin sehr glücklich über Bronze in 69 kg, denn damit hat sie gleichzeitig ihr großes Ziel erreicht: Die Teilnahme an den olympischen Spielen in Rio im kommenden Jahr.

In erster Linie ging es der 24-jährigen vom KSV Germania Krefeld bei den Titelkämpfen in Las Vegas um dieses vorzeitige Olympiaticket. Zwar hätte es im kommenden Jahr bei drei Qualifikationsturnieren innerhalb eines Monats noch weitere Chancen gegeben, doch das wäre Stress pur gewesen und hätte eine gezielte Vorbereitung auf die Olympiade unmöglich gemacht.

Angesichts zahlreicher Ex-Weltmeisterinnen in ihrer Gewichtsklasse wusste Aline um die Schwere ihrer Aufgabe in der US-amerikanischen Spielerstadt. Zumindest das Halbfinale musste sie nämlich erreichen. Doch das gelang ihr mit drei Siegen (davon zwei auf Schulter) recht problemlos. Im Kampf um den Einzug ins Finale traf sie dann auf Olympiasiegerin Natalja Worobiewa aus Russland – und wurde von der späteren neuen Weltmeisterin nach 1:19 Minuten geschultert. „Den Sieg gegen sie hebe ich mir für Olympia auf“, sagte Aline im Anschluss und signalisierte mit dieser Kampfansage, dass sie in Rio auf Gold schielt.

Das kleine WM-Finale war dann eine nervenzerreißende Angelegenheit für Aline. Gegen die Schwedin Jenny Fransson lag sie bereits 0:3 hinten, bevor eine gekonnt eingesetzte Beinschraube sie doch noch auf die Siegesstraße brachte. Mit 6:5 hatte die Krefelderin schließlich hauchdünn die Nase vorn. „Ich bin froh, dass es gereicht hat, am Ende hat sie nochmal richtig Dampf gemacht“, freute sich Focken über ihre zweite Medaille bei Frauen-Weltmeisterschaften. Es war gleichzeitig in Las Vegas die zweite Medaille für Deutschland, nachdem Frank Stäbler zum Auftakt Gold in der Klasse bis 66 kg gewonnen und damit ebenfalls die Olympiaqualifikation geschafft hatte.

Die Ergebnisse der anderen deutschen Frauen: Nina Hemmer vom AC Ückerath wurde Achte, Jaqueline Schellin (48 kg/TV Mühlacker) belegte Rang 18.

Bericht: Michael A. Laumen

Aline: Vor 12.000 Zuschauern zu Bronze bei den Europaspielen

Nach der erfolgreichen Teilnahme an den Europaspielen in Baku mit der Bronzemedaille in 69 Kg bereitet sich Aline Focken nun auf die Weltmeisterschaft im September in Las Vegas vor. Dort will die Krefelder Ausnahmeringerin ihren WM-Titel verteidigen. War sie in Aserbaidschan schon von der fantastischen Kulisse mit bis zu 12.000 Zuschauern in der Halle begeistert, so erwartet sie der amerikanischen Spielerstadt nochmals eine Steigerung: Die 15.000 Menschen fassende Halle dort ist bereits restlos ausverkauft. Einen großen Bericht über Aline brachte heute die Rheinische Post Krefeld.

RP Bericht 26.6.15 Teil 1

RP-Bericht 26.6. Teil 2

Zwei B-Jugendliche unter den Top Ten bei Deutscher Meisterschaft

Bei der Deutschen Meisterschaft der B-Jugend im Freistil am Wochenende in Herdecke belegte Ben Haeffner vom KSV Germania Krefeld in 50 kg mit drei Siegen einen hervorragenden 6. Platz von 19 Startern und war damit der beste Teilnehmer aus NRW in diesem Limit. Parallel wurden in Rimbach bei der B-Jugend im griechisch-römischen Stil die Deutschen Meister gekürt. Hier erreichte Jan Rundholz vom KSV Germania den neunten Platz unter 13 Teilnehmern. Ihm gelang ein Sieg.

Weiterer Landesmeistertitel für Germania durch Gozalev

Ringer Emil Gozalev hat am letzten Wochenende in Dormagen den Landesmeistertitel bei den Männern bis 57 kg geholt. Der Oberligakämpfer des KSV Germania Krefeld setzte sich ungeschlagen mit 8:1 Punkten in seinem Limit durch. Julian Olbrich wurde bei den Männern bis 74 kg NRW-Vizemeister vor Eniz Yagan (beide Germania). Der Krefelder Marcel Jedidi erreichte hier Platz fünf.

Auch die von Weltmeisterin Aline Focken mittrainierte weibliche Jugend der Germanen holte durch Sherin Hanna eine Medaille. Sie wurde in 46 kg Dritte. Ganz knapp das Siegertreppchen verpasste die Krefelderin Julia Timm als Vierte in 60 kg.

Neu gestalteter Kraftraum offiziell eingeweiht

Germanias neues Prunkstück, der Kraftraum in der Halle Steinstraße, ist am Donnerstagnachmittag offiziell eingeweiht worden. Dank umfangreicher Eigenleistungen der Vereinsmitglieder und großer Spenden gelang es, den ehemaligen überdachten Parkplatz der Sporthalle zunächst mit einer Mauer von der Straße abzutrennen und dann in einen ansprechenden Fitnesstempel mit modernen Geräten fürs Krafttraining umzuwandeln.

„Insgesamt sind an Eigenleistungen, Spenden und Zuschüssen 85.000 Euro in den neuen Raum geflossen, doch diese Investition hat sich gelohnt“, betont Germanias Vorsitzender Jochen Haeffner. „Unsere Athleten haben jetzt professionellere Trainingsmöglichkeiten als jemals zuvor.“

Allein die Sparkassenstiftung „Sport und Umwelt“ steuerte 20.000 Euro bei. Die Rheinische Post Krefeld brachte am 27. Februar diesen großen Bericht: Bericht Rheinische Post Krefeld 27.02.2015

Erfolgreiche Oberligasaison endet auf Platz Vier / Steigt die zweite Mannschaft als Landesliga-Dritter auf?

RP 22.12.14 Letzter OberligakampftagIn gleich zwei Zeitungsartikeln behandelt die Rheinische Post heute die Erfolgssaison des KSV Germania Krefeld. Der 34:3 Kantersieg über die RG Hürth/ Rheinbach zum Abschluss bedeutet Platz vier in der Oberliga (20:12 Punkte), nur einen Punkt hinter Vizemeister TSG Herdecke. Meister wurde überlegen der TV Essen-Dellwig (31:1 Punkte).

Die besten Krefelder tummeln sich in der 75-Kilo-Klasse mit jeweils 14 Siegen in 15 Kämpfen. Der griechische Neuzugang Levan Rechviasvili verlor im Freistil nur gegen den Oberforstbacher Murad Madajev (mit 15 Siegen in 15 Kämpfen bester 75 kg Freistilringer der Liga). Grieschich-römisch-Spezialist Sohayb Musa weist in der Liga-Datenbank mit 87 % eine um drei Prozent geringere Effizienz als Levan auf, doch seine einzige Niederlage handelte er sich bei seinem Ausflug in die nächsthöhere 86 Kilo Klasse gegen den in 15 Kämpfen in diesem Limit ungeschlagenen Jorgisbell Alvarez Hernandez von Konkordia Neuss ein. Somit ist Sohayb der beste 75-Kilo Grecoringer der Liga. Unser Mann in 86-Kilo griechisch-römisch, Sohaybs Trainingspartner Waldemar Schäfer, belegt im internen Ranking mit 13 Siegen bei nur drei Niederlagen Platz drei.

RP 22.12.14  Das war das Krefelder Sportjahr 2014In der Landesliga landet unsere zweite Mannschaft nach der 12:26 Heimniederlage am letzten Kampftag gegen den Zweiten der Tabelle, den KSV Simson Landgraaf, mit 18:10 Punkten auf dem dritten Platz. Dennoch könnte das zum Aufstieg in die Verbandsliga reichen, denn neben dem Landesligameister VfK Lünen-Süd soll ein weiteres Team hochrücken – und Landgraaf darf das nicht sein, weil sie ihre Staffel im vergangenen Jahr aus der Oberliga zurückzogen.
Erfolgreichster Landesligakämpfer in dieser Saison bei den Germanen ist Eniz Yagan, der in 75 kg gr.-röm. alle seine 13 Kämpfe gewann.

In der Bezirksliga belegt unsere dritte Mannschaft in der Abschlusstabelle Platz vier (6:14 Punkte). Mehrmals gelang es nicht, genug Ringer zu mobilisieren, um ein schlagkräftiges Team zu stellen. Zweimal musste Germania „mangels Masse“ einen Kampf gar mit 0:56 abschenken.  Im kommenden Jahr sollte das nicht mehr passieren, denn eine ganze Anzahl junger Kräfte aus unserem Nachwuchsbereich ist dann erstmals kampfberechtigt Schadlos hielt sich in der dritten Mannschaft in diesem Jahr Andreas Ganske mit Siegen in allen seinen acht Einsätzen.

Bericht von Alex Jodas zum Kampfabend am 13.9.14

Ein Beitrag von Alex Jodas:
Es ist der 13.9.2014. Wir sind heute in der Steinstraße eingetroffen, um zu feiern. Schließlich ist diese Woche Aline Focken Weltmeisterin im Ringen geworden. Ja, genau, Weltmeisterin. Wenn man es ausgeschrieben sieht, mag man es kaum glauben. Nicht Kreismeisterin, nicht Landesmeisterin oder deutsche Meisterin, nein, sie ist das höchste geworden, was man werden kann: WELTMEISTERIN! Das muss man sich erst einmal auf der Zunge zergehen lassen. Auf diesem überbevölkerten Globus mit seinen 4 Milliarden Menschen gibt es keine Frau, die stärker ist als Aline in dieser Sportart. Und sie ist an diesen Abend hier in Krefeld. Frisch zurückgekehrt aus Usbekistan. Müde, zerschunden aber glücklich. Ich bin davon dermaßen überwältigt. Da muss ich meinen Gefühlen Ausdruck verleihen und ihr gratulieren. Ich habe noch nie eine Weltmeisterin beglückwünscht. Wie macht man das? Einfach Hände schütteln? Einfacher gesagt als getan. Wahrscheinlich ist sie schon ganz genervt von den Beglückwünschungen. Da kann ich sie doch nicht auch noch belästigen. Aber ich mache es. Hier beim Ringen geht das.
Sie wird unsterblich sein. Wie Jacob Koch, Ringerweltmeister aus Neuss, nach dem sogar eine Straße benannt wurde. Oder der Kran von Schifferstadt. Ich schüttele ihr die Hand. Ich erwarte einen Schraubstockgriff, jetzt wird sie mir die Hand zerquetschen befürchte ich schon. Aber nichts von dem. Eher vorsichtig ergreift sie meine Hand. Und sie freut sich sogar. Ich kann ein wenig mit ihr plaudern. Mit einer lebenden Legende!
Die Halle ist wieder übervoll, auch Presse und Fernsehen sind da. Es gibt eine Ehrung für Aline. Es ist sogar ein Lied von Carsten Weber für sie komponiert worden. Ole ole ola, Aline ist Welmeistaaa tönt der Ohrwurm immer noch in mir. Ein Hit!
Dann beginnt der Mannschaftskampf gegen die Ehrenfelder aus Köln. Die Partystimmung wird getrübt durch den Ausfall von unserem Punktegarant Levan Rechviasvili. Er ist auf einem internationalen Turnier in Griechenland. Weiterhin fehlt Lukasz Demczuk urlaubsbedingt. Dann aber der Hammer der schlechten Botschaften: Emil Gozalov hat beim offiziellen Wiegen 100 Gramm Übergewicht. Das heißt, wir haben in dieser Gewichtsklasse gleich vier Punkte an die Gegner verschenkt. Obwohl der Kampf auf der Matte wohl sicher gewonnen worden wäre. Wegen 100 lumpigen Gramm, wir können es kaum fassen! Jochen ist dermaßen sauer, dass er gleich ganz die Brocken hinschmeißen möchte. Er ist gar nicht mehr zu beruhigen. Können unsere anderen Kämpfer diese Ausfälle kompensieren?
Es fängt aber gut an für uns. Tim Focken kämpft in der Schwergewichtsklasse stark gegen den Ehrenfelder David Haubrich in Griechisch-Römisch. Er schiebt seinen Gegner aus der Matte, kann die Hintermann-Position erkämpfen und erhält bei einer Schleuder sogar vier Punkte. Bis kurz nach der Pause führt Focken 7:1. Aber dann verletzt er erneut sein Knie, mit dem er in letzter Zeit ständig Probleme hatte. Kann er die Führung über die Zeit bringen? Es wird eine Quälerei, auch für uns, ihn so leiden zu sehen. Der Gegner wittert Morgenluft und holt nun einen Punkt nach dem anderen auf. Aber Tim ist ausgebufft genug, den Sieg über die Zeit zu retten! Jubel für den ersten Kampf auf der Matte, da ist heute also noch was drin.
Bei dem Kampf Alexander Wagner gegen Wladimir Zimmermann zaudert Alex gar nicht lange. Er schnürt ihm die Arme und „wickelt“ sein Bein um das von Zimmermann. Wir wissen schon, was jetzt kommt, für den Kölner Kämpfer wird es eine Überraschung: Denn wenig später befindet er sich nach einer Schleuder in der für ihn sehr misslichen gefährlichen Lage. Und Alex Wagner will es heute kurz und schmerzlos machen. Er schultert in nur 38 Sekunden! Puh, das tut den Nerven gut, so kann es weitergehen.
Sehr stark heute auch wieder Dieter Tschierschke gegen Enes Özcan in der 66 Kilo Freistilklasse. Ein absolut ausgeglichener Kampf, bei dem der Ehrenfelder ganz knapp mit einem 4:3 Punkt-Sieg die Nase vorne behält. Das gibt nur einen Punkt für die Ehrenfelder Mannschaft, damit können wir sehr zufrieden sein.
Sohayb Mousa muss heute in der 86 Kiloklasse Griechisch Römisch gegen Patrick Arndt antreten. Ich höre, Sohayb hat Grippe, er wollte gar nicht antreten. Aber auch mit Grippe mache ich mir bei Sohayb keine Sorgen. Er kämpft zwar nicht so explosiv wie gewohnt, kann aber ungefährdet einen 12:0 Punktsieg gegen einen völlig passiven Gegner einfahren.
Der Schlüsselkampf des Abends ist für uns die 66 Kilo Griechisch Römisch Klasse Ayoub Bolakhrif gegen Robin Pelzer. Auf dem Papier ist der Ehrenfelder stärker einzuschätzen, er ist mehrfacher deutscher Jugendmeister und mit seinen 23 Jahren kompakter und erfahrener als der jugendliche Ayoub, der dieses Jahr vierter der deutschen Meisterschaften wurde. Und so sind wir auch sehr überrascht, als Ayoub bis in die erste Minute mit 3:0 führt. Aber bei diesem Kampf wird uns kein Happy End beschert, Pelzer schleudert Bolakhrif in die gefährliche Lage und schultert ihn. Verdammt, verdammt, verdammt, das war es jetzt für uns, denke ich mir, das können wir nicht mehr aufholen. Als dann noch Vitali Jeschke hauchdünn nach Punkten gegen Maximilian Otto verliert steht es 14 zu 9 für die Ehrenfelder. Und in den verbleibenden zwei Kämpfen fehlt uns noch unser Top Kämpfer Levan. Das wars, schließe ich innerlich diesen Mannschaftskampf schon ab. Wunder gibt es nur im Märchen. Aber nicht beim Ringen. Da gilt nur das Gesetz des stärkeren. Das ist Physik.
Aber da habe ich die Rechnung ohne den jungen Nachwuchskämpfer Phillip Häffner gemacht. Schlaksig steht er auf der Matte gegen den stabileren Erwachsenen Olexandr Kogan in der 75 Kilo Freistilklasse. Da bin ich ja mal gespannt, vielleicht wird er sich ja gut wehren können. Vorletzte Woche hatte er in der zweiten Mannschaft ein sehr gutes Bild abgegeben. Aber heute kämpft er in der Oberliga. Das ist ein andere Klasse.
Sein Gegner versucht ihn oben einzuschnüren. Er scheint ein Griechisch Römisch Kämpfer zu sein. Aber Häffner lässt sich nicht auf seinen Stil ein. Gekonnt löst er sich und greift quicklebendig das Bein des Gegners. Kogan hat keine Chance zu kontern, Häffner wird Hintermann. Wie ein Profi geht Phillip weiter diesen Weg, bis es sogar 8:0 für ihn bis zur Pause steht. Der Ehrenfelder muss sich sogar noch in den Pausenpfiff retten, denn Häffner hatte in der Bodenlage einen engen Einsteiger angesetzt, der wohl kaum abzuwehren wäre.
Ich fürchte in der zweiten Halbzeit, dass Phillip vielleicht noch auf Schulter verlieren könnte. Aber diese Befürchtungen sind vollkommen unbegründet. Er kämpft weiter konzentriert wie in der ersten Runde. Und gewinnt sogar technisch überlegen! Ich kann es kaum glauben. Da wird ein Kämpfer aus der zweiten Mannschaft geholt und kann die Lücke, die Levan hinterlassen hat, ohne Probleme stopfen. Häffner ist heute für mich der Herr der Ringer.
Der letzte 75 Kilo Kampf Griechisch Römisch ist dann eher nur noch eine Formalität. Denn auf Waldemar Schäfer kann man sich verlassen. Er macht nicht viel Federlesens mit Alexander Giels und schultert ihn in nur einer Minute. Mit 17:14 haben wir Krefelder diesen Mannschaftskampf gewonnen. Der erste Sieg dieses Jahr unter diesen erschwerten Umständen. Umso höher ist er anzuerkennen, umso höher war die Dramatik, umso größer der Jubel. Ein Tag der Superlative! Eine Berg und Talfahrt der Emotionen! Und Jochen findet auch wieder sein Lächeln wieder. Es will ihm an diesen Abend gar nicht mehr aus seinem Gesicht weichen.

Bericht über den Kampftag aus der Rheinischen Post Krefeld vom 15.09.::

Germania gegen Ehrenfeld.

 

Empfang für Weltmeisterin Aline am morgigen Samstag beim Oberligakampf / Großes Medienecho

Morgen vormittag wird Aline zusammen mit ihrem Vater Georg Focken und der Goldmedaille im Gepäck aus Usbekistan zurückkehren. Nach der Landung auf dem Frankfurter Flughafen am Vormittag und Transfer nach Hüls wird der KSV Germania Krefeld die Weltmeisterin im Rahmen des Oberligakampfes gegen Ehrenfeld gebührend feiern. Los geht es in der Krefelder Halle Steinstraße am Samstag 13.09. gegen 19:30 Uhr mit einer offiziellen Ehrung. Der Vorstand bittet um zahlreiches und frühzeitiges Erscheinen. In der Halbzeit nach fünf Kämpfen, etwa kurz vor 20 Uhr, ist eine weitere Überraschung für Aline geplant.

Alines WM-Titel hat für ein bundesweites Medienecho gesorgt. Die Sportart Ringen ist in aller Munde.
Bereits am Donnerstag sendete das ARD Morgenmagazin einen Bericht. Die WDR Lokalzeit plant für kommenden Montag einen großen Bericht über Aline und wird voraussichtlich hierzu auch morgen in der Halle den Empfang filmen.

Hier Links zu einigen Zeitungsberichten:

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Express

Ruhr Nachrichten

Handelsblatt

Westfalen-Blatt

RP

Ringen.de

T-Online

RP Online

Aline hat es geschafft! WELTMEISTERIN

Jetzt ist sie ganz oben angekommen. 5738 Fahrtkilometer von Krefeld entfernt in der usbekischen Hauptstadt Taschkent hat sich Aline Focken bei der Frauen-Weltmeisterschaft der Ringerinnen die Goldmedaille in der 69-Kilo-Klasse geholt. Nach dem 5:3 Finalsieg über Sara Dosho ist die 23-jährige vom KSV Germania Krefeld am Ziel ihrer Träume. Im vergangenen Jahr war sie noch im Kampf um WM-Bronze an der Japanerin gescheitert.

Dieses Mal hatte Aline mehr Losglück als bei vielen vorangegangenen Turnieren. Die Vorjahressiegerin Alina Stdnik-Makhynia und einige Mitfavoritinnnen wie die Kanadierin Dorothy Yeats eliminierten sich gegenseitig in der anderen Turniergruppe. Auf dem Weg zum WM-Titel schlug Deutschlands Ringerin des Jahres zunächst Elmira Syzdykova (Kasachstan) 8:5, dann die Mexikanierin Diana Gonzales auf Schulter und bewies dann in einem engen Halbfinale ihre Nervenstärke. Nach 0:1 Pasuenrückstand in einem taktisch geprägten Kampf gewann sie noch mit 3:1 gegen Laura Skujina (Lettland).
Nach dem Triumph, der gleichzeitig die erste Medaille für den Deutschen RInger-Bund bedeutete, konnte Aline es kaum glauben: „Ich muss das alles erst einmal sacken lassen.“

Hier kann man den Finalkampf als Video sehen.

Am Samstag beim Heimkampf der Germania-Ringerstaffeln (Sporthalle Steinstraße Krefeld: 3. Mannschaft ab 15:30 Uhr, 2. Mannschaft ab 17:30 Uhr, Oberligamannschaft gegen Ehrenfeld ab 19:30 Uhr) wird es eine große Siegesfeier für die neue Weltmeisterin und ihren Vater und persönlichen Trainer Georg Focken geben.

Bericht aus der Rheinischen Post von heute:

IMG

 

Aline Focken bei der Frauen-Weltmeisterschaft in Usbekistan

In 69 Kilo tritt die 23-jährige Krefelderin morgen gegen die besten Ringerinnen der Welt an. Mit etwas Losglück könnte eine Medaille drin sein.

Hier der Vorbericht aus der Rheinischen Post Krefeld vom heutigen Tag. Rheinische Post Krefeld, 09.09.2014